Supercup ein Hassgipfel?

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke (l) und Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge gehen sich momentan eher aus dem Weg.

Wird das Supercup-Finale zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund zum Hassgipfel?

Am Mittwoch, 13. August, steigt das Supercup-Finale zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund. München, Dortmund, Deutschland – ganz Europa freut sich auf das Duell der beiden deutschen Spitzenmannschaften. Die Partie hat einen ganz besonderen Reiz. Doch nach den ganzen Giftpfeilen zwischen dem deutschen Rekordmeister und dem BVB könnte das Finale zum Hassgipfel werden.

 

Kein gemeinsames Essen

Das Tischtuch zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund scheint vor dem Supercup-Finale endgültig zerschnitten. Zumindest hat BVB-Boss Hans-Joachim Watzke, der seinen Vertrag jüngst bis 2019 verlängert hat, die obligatorische Essenseinladung vom DFL mit den Verantwortlichen der beiden Finalgegner abgesagt. „Das macht keinen Sinn. Es gibt eine tiefgründige Disharmonie“, ließ er mitteilen. Die ganzen Äußerungen aus München, vor allem über Marco Reus, haben ihn extrem verärgert.

 

Giftpfeile zwischen Bayern und BVB

Der Streit zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund droht zum Supercup zu eskalieren. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge hat öffentlich über die festgeschriebene Ablösesumme von Marco Reus gesprochen. Daraufhin hat BVB-Sportdirektor Michael Zorc erklärt, dass es „schön wäre, wenn Karl-Heinz Rummenigge einfach mal den Mund halten würde“. Das ließ der Rekordmeister natürlich nicht lange unbeantwortet. „Wir lassen uns von niemanden den Mund verbieten“, sagte Matthias Sammer gegenüber „Sport1“. Rummenigge wollte daraufhin nichts mehr sagen, doch im „ZDF“ hat er das scheinbar für einen Moment vergessen. „Ich weiß auch nicht, warum man so ein Drama darum macht. Borussia Dortmund hat sich in den letzten Jahren regelmäßig zu Dingen von Bayern München geäußert, die wir dann auch nicht kommentiert haben.“

 

Seitenhieb nach Dortmund

Doch das war noch nicht alles. Der Bayern-Boss schob noch folgenden Satz hinterher: „Wir nehmen das zur Kenntnis, kommentieren das aber nicht. Vielleicht ist man etwas sensibler in Dortmund.“ Ein weiterer Seitenhieb in Richtung der Schwarz-Gelben. Vor allem abseits des Platzes ist sind die Spannungen zwischen beiden Klubs zu spüren.

Dabei soll ja eigentlich das Sportliche für Schlagzeilen sorgen. Beim FC Bayern werden Franck Ribery (Patellasehnenproblemen), Rafinha (Außenbandriss im linken Sprunggelenk) und Bastian Schweinsteiger (wird geschont) definitiv ausfallen. Borussia Dortmund muss auf Mats Hummels (muskuläre Probleme), Nuri Sahin (Reha), Ilkay Gündogan (Rückenprobleme) und Marco Reus (Syndesmoseband) verzichten.