Suarez: Verrücktes Angebot Transfertheater um Luis

Luis Suarez wurde nach dem Testspiel gegen Melbourne über das irre Angebot informiert.

Das Zerren um Liverpool-Stürmer Luis Suarez nimmt immer schrägere Züge an. Arsenal London hat ein verrücktes Angebot über 40 Millionen und ein Pfund abgegeben. Grund dafür ist offenbar eine falsch verstandene Klausel im Vertrag von Suarez. Liverpools Boss reagiert über Twitter.

Das Interesse von Arsenal London an Liverpool-Stürmer Luis Suarez ist schon länger bekannt. Das erste Angebot von Arsenal über 35 Millionen Pfund (40,5 Millionen Euro) wurde von den "Reds" direkt abgeschmettert. Jetzt haben die "Gunners" mit einem Angebot von 40 Millionen und einem Pfund (ca. 46 Millionen Euro) nachgelegt. Warum diese schräge Summe? Im Vertrag von Suarez ist eine Klausel, die besagt dass der Spieler bei einem Angebot von über 40 Millionen Pfund benachrichtigt werden muss. Diese Klausel interpretierten Arsenal und offenbar auch der Berater von Suarez so, dass Liverpool bei einem entsprechenden Angebot mit dem Spieler verhandeln muss. Allerdings ist der Vertragszusatz wohl so formuliert, dass der Klub Suarez zwar informieren muss, aber darüber hinaus keine weiteren Pflichten hat. Nach dem Testspiel in Melbourne wurde der Stürmer daraufhin von einem Offiziellen über die Offerte in Kenntnis gesetzt.

Liverpools Boss John Henry wies die Offerte umgehend zurück und fühlt sich vom Arsenal-Angebot verschaukelt. "Was glaubt ihr, was die Leute von Emirates rauchen?" fragte er per Twitter in Anspielung auf die Geldgeber der "Gunners". Henry ist ziemlich erbost über den dreisten und unverschämten Vorgang. Zudem sind sich die Verantwortlichen der "Reds" sicher, dass sie mehr Geld für den Angreifer bekommen können. Nachdem über 60 Millionen für Edinson Cavani bezahlt wurden, will Liverpool seinen Top-Stürmer nicht unter Wert ziehen lassen.

Arsenal hat dagegen großes Interesse daran, den Deal möglichst schnell über die Bühne zu bringen. Denn auch Real Madrid hat ein Auge auf Suarez geworfen. Und nach dem Abgang von Gonzalo Higuaín zum SSC Neapel nicht nur einen Platz im Sturm frei, sondern auch noch um die 37 Millionen Euro mehr auf der hohen Kante. Am liebsten wollen die Londoner deswegen schnell Nägel mit Köpfen machen, denn Madrid könnte Suarez durchaus besser gefallen. Ob sich die "Königlichen" aus der spanischen Hauptstadt aber wirklich ernsthaft um den Stürmer bemühen hängt noch davon ab, ob sie es schaffen Gareth Bale von Tottenham loszueisen oder nicht. Laut spanischen Medien wird es bis zum 4. August eine Entscheidung darüber geben. Dass Arsenal Suarez bis dahin verpflichtet hat, ist fraglich und kommt ganz bestimmt darauf an, wie verärgert die Liverpool-Bosse wirklich sind.