Stefan Kießling

Stefan Kießling ist Torschützenkönig der 50. Bundesliga-Saison. Gestern knipste der Leverkusen-Stürmer am letzten Spieltag seinen 25. Saisontreffer und sicherte sich die Torjäger-Kanone!

Kießling lässt sich nach dem Spiel von seinen Mitspielern feiern!
Kießling lässt sich nach dem Spiel von seinen Mitspielern feiern!

Stefan Kießling machte es spannend. Nachdem Dortmunds Robert Lewandowski im Spiel zwischen dem BVB und Hoffenheim getroffen hatte, sah alles danach aus, dass sich der Pole und Kießling den Titel des Torschützenkönigs teilen würden. Doch "Kieß" wollte die Torjägerkanone für sich alleine. In der letzten Minute der 50. Bundesliga-Saison wurde er perfekt von Sidney Sam bedient und blieb vor HSV-Schlussmann Rene Adler eiskalt: Ohne großes Dribbling oder sonstiger Show knallte er den Ball trocken an Adler vorbei ins Eck. Kießlings 25. Saisontreffer und die Entscheidung: Mit einem Tor Vorsprung vor Lewandowski gewinnt der Blondschopf die Torjägerkanone!

 

Kießlings Karriere:

In seiner fränkischen Heimat kommt Kießling im Jahr 1988 zum TSV Eintracht Bamberg – seine Position: Torwart. In Bamberg wird man allerdings schnell auf die Torjäger-Qualitäten des Nachwuchs-Spielers, dessen Vater den Klub mitgründete, aufmerksam, so dass "Kies" schon bald als Sturmspitze auf dem Platz steht. 13 Jahre trägt Kießling das Bamberger Trikot, bevor er zu "höheren Aufgaben berufen" wird. 2001 wechselt das Sturm-Talent in die Jugendabteilung des großen 1. FC Nürnberg, ein Jahr später spielt er zum ersten mal für die Profis beim "Club". Kießlings Debüt geht mit 0:4 gegen den HSV gründlich in die Hose, am Ende der Saison 2002/2003 steigen die Nürnberger sogar ab. Doch Kießling bleibt.

Stefan Kießling gelang beim 1. FC Nürnberg der Durchbruch.
Stefan Kießling gelang beim 1. FC Nürnberg der Durchbruch.

Im fränkischen Derby gegen Greuther Fürth feiert "Kies" in der Zweitligasaison 2003/2004 sein erstes Profi-Tor – es sollte nicht bei einem bleiben. Nach dem Wiederaufstieg schafft Kießling in der Saison 2005/2006 den endgültigen Durchbruch in der Bundesliga. Seine Saisonbilanz: 10 Tore für den "Club" – die Interessenten für den Stürmer stehen Schlange. Kießling entscheidet sich für Bayer Leverkusen. Bei den Rheinländern erhält "Kies" einen Vierjahresvetrag. Seine erste Hütte für Bayer erzielt er am 12. Spieltag ausgerechnet gegen Bayern München. Seine erste Saison in Leverkusen beendet "Kies" auf Platz fünf – seine erste Qualifikation für das "internationale Geschäft".

Im Bayer-Sturm entwickelt sich der Junge aus Franken immer mehr zum Leistungsträger. Seine Torquoten bewegen sich in den folgenden Spielzeiten immer im zweistelligen Bereich. Besonders in der Saison 2009/2010 fluppt es bei Kießling richtig, was ihm die Nominierung für die WM in Südafrika einbringt. Nach einer schweren Verletzung zu Beginn der Saison 2010/2011, die "Kies" fast für die gesamte Hinrunde außer Gefecht setzt, kämpft der Goalgetter sich zurück: Operation, Reha, Aufbautraining und dann das Comeback: Kießling steht am 16. Dezember 2010 wieder auf dem Platz – in der Europa League gegen Atletico Madrid. "Kies" und Bayer Leverkusen werden am Saisonende Vizemeister und packen die Qualifikation für die Champions League, in der das Team in der Folgesaison das Achtelfinale erreicht.

Unter dem Trainer-Duo Sami Hyypiä/Sascha Lewandowski, das Bayer ab April 2012 trainiert, blüht "Kies" so richtig auf, schießt ordentlich Buden und wird zum gefährlichsten BL-Torschützen im Jahr 2012 – insgesamt 25 Mal netzt er ein.

Trotzdem klappt es mit der Nationalmannschaft nicht - Warum eigentlich?

 

Kießlings Steckbrief:

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Spitzname: "Kieß"

Geburtstag: 24. Januar 1984

Geburtsort: Lichtenfels, Deutschland

Größe: 1,91 m

Position: Sturm, Mittelstürmer

Marktwert: ca. 10 Millionen Euro

Fuß: Rechts

Bisherige Vereine als Aktiver: 1. FC Nürnberg (2002-2006)

Bayer Leverkusen (2006-heute)