Star des Tages: Stefan Kießling Nationalmannschaft Stürmer Bayer Leverkusen

Stefan Kießling küsst nach dem Tor gegen die Bayern sein Tatoo mit dem Namen seines Sohnes "Tayler".

Momentan ist Stefan Kießling der torgefährlichste deutsche Angreifer. In der Nationalmannschaft bekommt er dennoch keine Chance. Was soll er nur tun, damit Jogi Löw ihn zurückholt?

 

Leverkusens Goalgetter

"Kies" bestritt sechs Länderspiele für Deutschland.
"Kies" bestritt sechs Länderspiele für Deutschland.

Stefan Kießling bringt Leverkusen gegen die Bayern mit seinem sechsten Saisontreffer auf die Siegerstraße. "Wir sind froh, diesen Fluch besiegt zu haben. Die Leidenszeit in München ist vorbei – und wir waren dabei. Und das ist ein schönes Gefühl." "Kies" trifft in der Liga wie kein Zweiter. Im Jahr 2012 ist er 19 Mal erfolgreich – das bedeutet Platz 1 in der saisonübergreifenden Wertung. Erst dahinter kommt der Torschützenkönig der letzten Spielzeit, Klaas-Jan Huntelaar (17 Tore). Trotz dieser Top-Quote bekommt Kießling (28) von Bundestrainer Jogi Löw im Moment keine Chance. Sein letztes Länderspiel bestritt er 2010 gegen Uruguay. Der Bundestrainer setzt im Sturm auf Miroslav Klose oder Mario Gomez. Stefan Kießling stellt keine Ansprüche, will lieber durch Leistung überzeugen. Doch sein Coach Sami Hyypiä macht sich für den Knipser und auch für seinen Teamkollegen Gonzalo Castro stark: "Ich heiße nicht Jogi Löw, aber es wäre für beide schön, wenn sie mal wieder dabei wären." Lange kommt Löw an dem Torjäger nicht mehr vorbei...

 

Kießlings Karriere

Kießling begann seine Bundesliga-Karriere beim 1. FC Nürnberg.
Kießling begann seine Bundesliga-Karriere beim 1. FC Nürnberg.

Der Fußball wird Stefan Kießling quasi mit in die Wiege gelegt – kein Wunder also, dass der junge Stefan seine ersten Schritte auf dem Fußballplatz bereits im Alter von vier Jahren macht! Und zwar beim TSV Eintracht Bamberg, seinem Heimatklub, wo sein Opa Gründungsmitglied und sein Vater noch heute Torwart ist. Schnell entwickelt er sich zum größten Talent des Vereins – die Talent-Scouts der Bundesliga werfen bald ein Auge auf den Nachwuchskicker. Mit 17 Jahren holt der 1. FC Nürnberg den Jung-Stürmer in seine A-Jugend-Mannschaft. Zwei Jahre später, 2003, kommt der 1,91-Meter-Mann zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz und es dauert nicht lange bis er sich seinen Stammplatz in der Startformation des Clubs erkämpft. In der Zweitligasaison 2003/04 erkrankt Stefan Kießling an einem mysteriösen Virusinfekt, bekommt während des Derbys gegen Greuther Fürth plötzlich starke Bauchschmerzen und Fieber, muss in der 74. Minute ausgewechselt werden. Zuvor hatte er noch die zwei Siegtore für den FCN geknipst! Doch glücklicherweise wird "Kies" schnell wieder gesund und zwei Jahre später kommt der große Durchbruch: zehn Hütten in 31 Spielen!

Seit seiner Kindheit ist Kießling Fan des [search:arsenal]FC Arsenal[/search], entscheidet sich aber 2006 trotz Anfrage der "Gunners" gegen einen Wechsel nach London und geht für 6,5 Millionen Euro zu [search:leverkusen]Bayer Leverkusen[/search]. Auch der FC Bayern hatte Interesse bekundet, aber dem deutschen Rekordmeister gibt Kießling ebenfalls einen Korb. Zur gleichen Zeit wird er zum Kapitän der U21 und ein Jahr später beruft ihn Jogi Löw in die Deutsche Nationalmannschaft. Und in Leverkusen fühlt sich der 28-Jährige wohl: 2010 hat er seinen Vertrag zum zweiten Mal vorzeitig verlängert – bis 2015!

 

Kießlings Steckbrief

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Spitzname: Kies

Geburtstag: 25.01.1984

Heimatstadt: Lichtenfels

Nationalität: Deutschland

Position: Mittelstürmer

Verein: Bayer 04 Leverkusen

Größe: 191 cm

Gewicht: 78 kg

Spielfuß: rechts

Marktwert: 8,5 Millionen