Star des Tages: René Adler

René Adler motiviert seine Mannschaft

Das beste Geschenk zur Geburtstagsparty brachte wohl [tag:adler]René Adler[/tag] mit. Am Samstagabend feierte der Verein sein 125. Jubiläum und nur wenige Stunden zuvor hatte der HSV, dank Adler, mit einem 1:0-Sieg gegen Hannover 96 gesiegt.

René Adler hat wieder einmal eindrucksvoll bewiesen, dass er die Position zu Recht besetzt. Durch seine brillante und konsequent gute Arbeit steht der Verein in gutem Licht. Adlers Erfolg hat nichts mit Zufall und Glück zu tun, sondern mit harter und sorgfältiger Arbeit und einem festen Willen. Für René Adler ist Fußball nicht nur ein Job sondern Leidenschaft, und mit dieser steckt er seine Mitspieler an, motiviert sie und gibt ihnen Sicherheit, indem er lautstark dirigiert.

Außerhalb des Spielfeldes ist er eher der Zurückhaltende, dem auch bei der 125. Geburtstagsfeier die ihm gewidmeten Lobreden sichtlich unangenehm waren. Olli Dittrich fand als "Dittsche" die perfekte Überschrift für Adlers Leistungen: "Er ist ein reiner Titan – er ist der neue Torwart-Titan", und erklärte Adler als würdigen Nachfolger Oliver Kahns.

René Adler mit Freundin Lilli Hollunder bei der 125. Jubiläumsparty des HSV
René Adler mit Freundin Lilli Hollunder bei der 125. Jubiläumsparty des HSV

 

Der Nationalmannschaft gar nicht mehr so fern

"Ich fahre gut damit, den Moment einfach zu genießen und mich mit der Mannschaft und den Fans zu freuen", sagte Adler. Ob und wann es aber für ihn wieder in den Kreis der Elitekicker geht, bleibt offen. "Fußball-Deutschland weiß, was ich kann, das habe ich oft genug gezeigt. Trotzdem sehe ich mich noch nicht wieder bei der Nationalmannschaft", so der 27-jährige Torwart.

Was glaubt ihr, kann er Manuel Neuer als Nr.1 gefährlich werden?

Rafael van der Vaart zeigte sich beeindruckt: „Ohne so einen Torwart geht es nicht“. Mal sehen, ob Löw das auch so sieht, denn Ende der Woche steht die Nominierung für die beiden WM-Qualifikationsspiele gegen Irland am 12. Oktober und Schweden am 16. Oktober an.

Hier könnt ihr euer Wissen rund um den Adler testen.

René Adler auf dem Spielfeld
René Adler auf dem Spielfeld

 

René Adler – Steckbrief

Geburtsdatum: 15.01.1985

Geburtsort: Leipzig

Größe: 1,90 m

Nationalität: Deutschland

Position: Torwart

Fuß: rechts

Marktwert: 6.000.000 €

 

René Adler – Karriere

Beim VfB Leipzig, seinem Heimatverein, begann René Adler mit dem Fußball. Im Jahr 2000, mit nur 15 Jahren wechselte er in die Jugend von Bayer 04 Leverkusen und bereits zwei Jahre später spielte er deren Regionalligamannschaft. Während seiner Zeit bei Bayer Leverkusen wohnte er für vier Jahre beim Torwarttrainer Rüdiger Vollborn und dessen Familie.

Zur Saison 2003/04 stieg Adler in den Bundesligakader auf, spielte aber in den ersten drei Jahren nur in der zweiten Mannschaft. Anfang Mai 2006 zog er sich im Training einen Haarriss in der Rippe zu. Bei einer Operation wurde die Rippe durch eine Titanplatte verstärkt. Fast ein Jahr fiel der Torwart daraufhin aus. Kurz nach seiner Genesung gab Adler sein Bundesliga-Debüt und stand im Februar 2007 gegen den FC Schalke 04 in der Startelf. Nach einer super Leistung verdrängte er Butt für den Rest der Saison als Stammtorhüter. Am 8. März 2007 gab Adler auch sein internationales Debüt für den Verein in der UEFA-Cup-Partie beim RC Lens.

Ab dieser Zeit war Adler die unumstrittene Nummer eins der Leverkusener. Mit ihnen stand er 2009 im DFB-Pokalfinale und gewann drei Jahre später die Vizemeisterschaft. Als er sich nach der Saison 2010/11 einer Knieoperation unterzog, verlor er während der achtmonatigen Genesungsphase seinen Stammplatz an Bernd Leno und sein zum Saisonende auslaufender Vertrag wurde nicht verlängert.

Ablösefrei wechselte René Adler zur Saison 2012/13 zum Hamburger SV und unterschrieb einen Fünf-Jahres-Vertrag. Derzeit zeigt er, dass das in ihn gesetzte Vertrauen voll gerechtfertigt war.