Sorge um Schweini! Schweinsteiger Wie kommt Bayern-Star Bastian aus der Krise?

Bastian Schweinsteiger muss die China-Reise des FC Bayern absagen

Bastian Schweinsteiger muss die China-Reise der Bayern absagen. Grund: Er ist noch nicht fit genug, bittet den FC Bayern darum geschont zu werden. Das ist der Höhepunkt eines Horror-Jahrs, wie wir es in der aktuellen BRAVO SPORT-Ausgabe beschreiben. Die Sorge um Schweini wächst.

 

Nach Seuchen-Saison: Angst um Schweini

[size:4]Ständige Verletzungen, bittere sportliche Rückschläge:

Bastian Schweinsteiger erlebt die härteste Zeit seiner Karriere.

BRAVO SPORT sagt, wer ihm jetzt aus seiner schlimmen Krise helfen kann. [/size]

Das aktuelle BRAVO SPORT-Cover mit Mesut Özil Sami Khedira und Cristiano Ronaldo
Das aktuelle BRAVO SPORT-Cover mit Mesut Özil Sami Khedira und Cristiano Ronaldo

München-Fröttmaning am 19. Mai 2012, kurz vor halb Zwölf: In der "Fußball Arena München" verwandelt Didier Drogba den wichtigsten Elfmeter seiner Karriere, krönt sich und seinen FC Chelsea zum Champions-League-Sieger. Im selben Moment bricht knapp 50 Meter hinter dem jubelnden Helden eine Welt zusammen: die von Bastian Schweinsteiger (27). Er war mit seinem Elfer, Bayerns letztem im Shoot­out, an "Blues"-Keeper Petr Cech und dem Pfosten gescheitert. Dabei hätte der Tag im extra fürs Finale umbenannten Münchner Heimstadion der größte in seiner Karriere werden sollen.

 

Schweini unter Schock:

Schweini nach dem verlorenen CL-Finale gegen Chelsea
Schweini nach dem verlorenen CL-Finale gegen Chelsea

"Ich habe in diesen Momenten, nach dieser großen Enttäuschung, nichts mehr um mich ­herum wahr­genommen. Ich war verzweifelt, enttäuscht, wie ­paralysiert." Absolut verständlich! Schließlich hätte Schweini nicht nur die CL gewinnen, sondern seinen Kritikern auch endlich beweisen können, dass er ein großer Leader ist – und kein "Chefchen". Nach der verkorks­ten "Vize-Saison" mit gleich drei schweren Verletzungen (siehe unten) sollte eine gute EM die Wunden heilen. Stattdessen der nächste Tiefschlag: Halbfinal-Aus gegen Italien, wieder kein Pokal, wieder Kritik an ihm. Dabei wusste Bastian, dass er nicht fit war. Er hätte es akzeptiert, wenn Bundestrainer ­Jogi Löw ihn gegen die Italiener auf die Bank gesetzt hätte. Am Ende spielte er trotzdem und war nach der Niederlage untröstlich: Während die meisten DFB-Kicker in der "Nacht der Tränen" noch in der Hotelbar zusammensaßen, ver­schwand Bastian schnell auf sein Zimmer. Die Saison war endgültig für die Tonne. Dazu kommt, dass bei Bayern mit Toni Kroos (22) und in der Nationalmannschaft mit ­Sami Khedira (25) ausgerechnet die Spieler auftrumpften, die ihm künftig seinen Platz im zentralen ­Mittelfeld ­streitig ­machen könnten.

 

"Narbe im Kopf bleibt"

Matthias Sammer (l.) und Jupp Heynckes müssen Schweini wieder aufbauen!
Matthias Sammer (l.) und Jupp Heynckes müssen Schweini wieder aufbauen!

Und jetzt? Abhaken, im Urlaub regenerieren und wieder Vollgas geben? „So einfach

ist das nicht“, meint der Psychiater Dr. Florian Holsboer, der schon Sebas­tian Deisler (2007 Karriere-Ende nach Depres­sio­nen) betreute: "Die Narbe im Kopf ­­bleibt – das kann man nicht mal eben mit drei Wochen Urlaub weg­packen." Deshalb sind jetzt alle gefragt: Schweinis Freundin ­Sarah, der FC Bayern – wo seit 1. Juli auch Schweinis "großer" Bruder Tobias (30) in der zweiten Mannschaft spielt – und auch Mat­thias Sammer. Der neue Sport­direktor räumt an der Säbener Straße knallhart auf, bei "Sorgenkind" Schweini macht er aber eine Ausnahme (mehr zu Sammers Plänen im aktuellen Heft). Schweinsteiger-Kumpel und -Vorgänger als Chef im FCB-Mittelfeld, Stefan Effenberg, hält den neuen Sportvorstand für den Richtigen, um ihn wieder hinzukriegen: "Wenn Sammer ihm nicht helfen kann, schafft’s keiner." Sammer setzt auf Fingerspitzen­gefühl und will den geknickten Star gemeinsam mit Jupp Heynckes wieder aufbauen.

Der Trainer: "Ich werde mich besonders um ihn kümmern." Heynckes spricht viel mit seinem Vize-Kapitän und weiß, was ihm fehlt: „Er muss Selbstbewusstsein, ­Fitness wieder­bekommen und mental frei sein.“

 

Aber: Schweini hat noch genug Zeit

Dann kann er schaffen, was Didier Drogba in jener Nacht in München gelang: sich als Fußballer unsterblich zu ­machen. Somit hat Bay­erns tragischer Held noch Zeit: ­Drogba musste auf seinen einzigen internationalen ­Titel warten, bis er 34 war – und verlor bis dahin sieben Endspiele! Schweini (erst 27) steht seit dem 19. Mai bei vier.

In der aktuellen BRAVO SPORT liest du noch mehr über den FC Bayern.