So steht's um Boris Vukcevic! Genau vor einem Jahr hatte der Hoffenheim-Spieler den schlimmen Unfall

Boris Vukcevic im August 2012, ein paar Tage vor dem Unfall

Genau ein Jahr ist es jetzt her, dass der schreckliche Unfall von Boris Vukcevic die Bundesliga überschattete. Ihr erinnert euch sicherlich. Der Hoffenheim-Spieler wäre bei einem Autounfall beinahe ums Leben gekommen. In den letzten Monaten ist es ruhig um ihn geworden, jetzt sprachen erstmals seine Eltern ganz offen in einem Interview über ihren Sohn.

Mittlerweile kann Boris Vukcevic sogar kleine Spaziergänge unternehmen und Freunde empfangen. Ihm geht es „den Umständen entsprechend gut“ und er sei „frohen Mutes, sehr motiviert“ und mache „gute Fortschritte“, erklären seine Eltern. In der Reha arbeitet er „täglich hart und voller Zuversicht an sich“.

Am Samstag – also auf den Tag genau ein Jahr nach dem Unfall – trifft Hoffenheim auf Schalke, die Eltern von Boris Vukcevic sind sich sicher, dass er „sich das Spiel im Fernsehen anschauen möchte“. Sogar, dass er bald wieder mal ins Stadion geht, sei „denkbar“, könne „aber auch noch eine Zeit dauern“.

Zu den Spielerkollegen und zum Trainer hat er immer wieder Kontakt, sein Team hat ihn schließlich nicht vergessen. Am Samstag wird sogar statt der Hoffenheim-Hymne ihm zu Ehren der Song „You'll never walk alone“ aus den Boxen im Stadion schallen. Und auch dass er weiterhin für den Kader der TSG nominiert ist, mache ihn „sehr stolz“.

 

Der Unfall

Am 28. September 2012 ist Boris Vukcevic mit dem Auto zum Training unterwegs, als er mit einem 40-Tonnen schweren LKW zusammenkracht. Der damalige U21-Nationalspieler erleidet schwere Kopfverletzungen, wird mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen, es sieht nicht gut aus für ihn. Er selbst verursacht den Unfall, als Diabetiker hat er in Folge einer Unterzuckerung einen Zuckerschock und verliert die Kontrolle über seinen Wagen.

Wochenlang liegt er im Koma, erst zwei Monate später erwacht er, kann sich erstmals wieder verständigen. Seitdem macht er immer mehr Fortschritte – ob es jemals wieder für eine Profi-Karriere als Fußballer reicht, steht aber in den Sternen. „Es ist zu früh, seriöse Prognosen aufzustellen“, bestätigen auch seine Eltern.