So läuft die WM-Qualifikation

Nach dem 4:4 gegen Schweden (hier trifft Rasmus Elm zum Ausgleich in der 93. Minute) müssen Bastian Schweinsteiger und die deutsche Nationalmannschaft um die WM-Qualifikation bangen.

Noch knapp zwei Jahre müssen wir warten – dann steigt in Brasilien vom 12. Juni bis 13. Juli die nächste Fußball-Weltmeisterschaft. 32 Länder fighten dann um den Titel. Hoffentlich auch die deutsche Nationalmannschaft! Doch wie kommt es genau zu dem Teilnehmerfeld? Hier erfährst du, wie die WM-Qualifikation abläuft.

Insgesamt 202 Länder starteten in die WM-Qualifikation für das Turnier in Brasilien 2014. In einigen Erdteilen läuft sie schon seit 2011, in Europa dagegen ging’s erst nach der Sommerpause im September los. Aber, schön der Reihe nach …

Die WM-Qualifikation wird in sechs Zonen ausgetragen: Europa, Afrika, Asien, Südamerika, Ozeanien sowie Nord-/Mittelamerika/Karibik. Sie entsenden insgesamt 31 teilnehmende Mannschaften. Brasilien ist als Gastgeber automatisch qualifiziert und macht das Teilnehmerfeld komplett.

 

Europa

53 Mitgliedsländer hat der europäische Fußballverband UEFA. Davon fahren 13 zur WM nach Brasilien. In der WM-Qualifikation gibt’s neun Gruppen, acht mit sechs Teams, eine mit fünf Teams. Damit nicht die stärksten Nationen – wie Deutschland und Spanien oder Portugal – aufeinandertreffen können und sich gegenseitig ausschalten, lief die Auslosung der Gruppen wie üblich über Setzlisten, die sich nach der FIFA-Weltrangliste richten.

In den Gruppen spielt jeder in Hin- und Rückspiel gegen jeden. Die neun Gruppenersten sind in Brasilien dabei, von den neun Gruppenzweiten spielen die acht besten in Playoffs mit Hin- und Rückspiel vier weitere WM-Teilnehmer aus.

Die Gruppenspiele begannen am 7. September, die letzten Partien finden am 15. Oktober 2013 statt. Mit den Playoff-Duellen am 15. und 19. November 2013 endet dann die WM-Qualifikation in Europa.

 

Südamerika

Bereits sieben Mal traf Lionel Messi in der WM-Qualifikation für Argentinien.
Bereits sieben Mal traf Lionel Messi in der WM-Qualifikation für Argentinien.

Hier ist der Ablauf etwas "übersichtlicher". Denn: Die Südamerikanische Fußball-Konföderation (CONMEBOL) hat viel weniger Mitglieder. Und da Gastgeber Brasilien automatisch dabei ist, starteten am 7. Oktober 2011 nur neun Mannschaften in die WM-Qualifikation Südamerikas für 2014. Es spielt jeder gegen jeden in Hin- und Rückspiel. Die vier bestplatzierten sind für die Fußball-Weltmeisterschaft qualifiziert, der Fünfte spielt gegen einen Vertreter aus Asien in einem Playoff-Duell um die Teilnahme. Nach neun Spieltagen liegt der zweifache Weltmeister Argentinien mit 20 Punkten vorne, hat bereits acht Punkte Vorsprung vor dem Fünften (Uruguay) – und wird sich wohl zum 16. Mal für eine WM qualifizieren.

 

Afrika

Afrika schickt fünf Teilnehmer zur WM. Von den insgesamt 51 gestarteten Teams kämpften die 24 schwächsten (nach Weltrangliste) schon ab November 2011 um die Teilnahme an der Quali-Hauptrunde. In dieser spielen seit Juni dieses Jahres 40 Mannschaften in zehn Vierer-Gruppen. Die jeweiligen Gruppenersten und -zweiten (also: 10 Teams) spielen dann in Playoffs die fünf Teilnehmer für Brasilien aus.

 

Asien

Aus Asien werden von insgesamt 43 Ländern auf jeden Fall vier in Brasilien dabei sein, ein fünftes Team kann sich gegen den Fünften der Südamerika-Gruppe (siehe oben) noch qualifizieren. Insgesamt erstreckt sich die WM-Qualifikation des asiatischen Verbandes (AFC) über fünf Runden. Die stärksten Teams wie Japan oder Südkorea steigen erst in der dritten Runde ein.

Zurzeit läuft bereits die vierte Runde – zwei Fünfer-Gruppen, in denen sich jeweils der Erste und Zweite direkt für die WM 2014 qualifiziert. Die Gruppen-Dritten spielen in Playoffs den Teilnehmer des Duells gegen den Südamerika-Fünften (siehe oben) aus. An der Spitze der Gruppen liegen zurzeit die favorisierten Teams aus Japan und Südkorea, dahinter liegen Australien bzw. der Iran.

 

Nord-/Zentralamerika/Karibik

Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann will jetzt als Coach des US-Teams die WM-Qualifikation packen.
Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann will jetzt als Coach des US-Teams die WM-Qualifikation packen.

In der Zone des Kontinentalverbandes CONCACAF spielen insgesamt 35 Teams. Drei Länder qualifizieren sich direkt für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014, ein viertes Team hat die Chance, sich in einem Playoff-Duell gegen einen Vertreter der Ozeanien-Zone (siehe unten) zu qualifizieren.

Ähnlich wie in Afrika läuft das Ganze über mehrere Runden, die Top-Nationen wie Mexiko und die USA steigen erst in der dritten ein. Dagegen mussten Fußball-Zwerge wie die Bahamas oder die Dominikanische Republik schon ab Juni 2011 schuften, um eventuell so weit zu kommen.

Ab Februar 2013 steigt die abschließende Runde – eine Sechser-Gruppe, in der jeder gegen jeden in Hin- und Rückspiel antritt. Folgende sechs Teams haben es geschafft: Mexiko, USA, Honduras, Panama, Costa Rica, Jamaika. Die ersten drei fahren auf jeden Fall zur WM nach Brasilien, der Vierte muss in die Playoffs.

 

Ozeanien

Nach Südamerika der kleinste Kontinentalverband (OFC). Nur elf Länder, überwiegend Fußball-Zwerge wie Tahiti, Tonga oder die Fidschi-Inseln, spielen in drei Runden einen Sieger aus, der gegen einen Vertreter des CONCACAF (siehe oben) um einen freien Platz für die WM 2014 fightet. Momentan hat Neuseeland die besten Karten: Die "Kiwis" führen in der letzten Runde die Tabelle der Vierer-Gruppe nach vier Spieltagen an.