Servus - oder wie ich schon gelernt habe: Moin, Moin aus Hamburg!

Julian Green beim Essen mit seiner Freundin.
Julian Green beim Essen mit seiner Freundin.

Ich freue mich, euch ab heute alle zwei Wochen hier ein bisschen was aus meinem Leben auf und neben dem Fußballplatz erzählen zu können. Seit meinem Last-Minute Wechsel vom Süden in den Norden sind jetzt schon ein paar Wochen vergangen. Nachdem ich zuerst in einem Hotel gewohnt habe, bin ich inzwischen mit meiner Freundin in eine super Wohnung direkt an der Elbe gezogen.

Ich fühle mich in Hamburg sehr wohl und mag es am Wasser zu sein. Wir haben uns sehr schnell eingelebt und in den trainingsfreien Zeiten die nähere Umgebung bereits erkundet. Der Hamburger Zoo war eines unserer ersten Ausflugsziele. Und einen Stammitaliener, der sehr leckeren Fisch und richtig gute Trüffelnudeln macht, haben wir auch schon gefunden. Wenn wir selber den Kochlöffel schwingen, läuft es meistens auch auf Pasta hinaus, aber als Profisportler braucht man bekanntlich ja viele Kohlenhydrate :-)

Langsam habe ich mich daran gewöhnt, dass mein Trikot jetzt blau und nicht mehr rot ist. Auf dem Fußballplatz fühle ich mich immer zu Hause, deshalb ist mir die Umstellung im Training nicht schwer gefallen. Mit Pierre Michel Lasogga und Lewis Holtby habe ich mich sofort sehr gut verstanden. Und auch von der restlichen Mannschaft wurde ich super aufgenommen.

Die Bilanz nach der jetzigen Länderspielpause könnte natürlich besser ausfallen, aber die ersten drei Punkte gegen Dortmund haben gut getan und auch aus dem Spiel gegen Hoffenheim konnten wir zumindest einen Punkt mitnehmen. Am Ende wäre vielleicht ein Sieg drin gewesen, aber nach der ersten Halbzeit ist das 1:1 ok. Ich schaue zuversichtlich auf die weitere Saison und mein erstes Jahr als Profi. Ich hoffe, dass es uns gelingt aus den letzten beiden Spielen Selbstvertrauen zu schöpfen und darauf jetzt aufzubauen.

Die Stimmung in der Mannschaft ist gut. Ich selber habe mich inzwischen von meiner Rippenprellung erholt. Die Entscheidung, meinen Aufenthalt bei der Nationalmannschaft abzubrechen und auf einen möglichen Einsatz bei den beiden Länderspielen zu verzichten war gut. Ich wollte kein Risiko eingehen, weil ich mich vergangenen Woche noch nicht zu 100 Prozent fit und sicher gefühlt habe. So konnte ich das freie Wochenende nutzen und mich ohne Trainingsbelastung weiter erholen. Die Woche über habe ich dann schon wieder mit der Mannschaft trainiert und täglich Fortschritte gespürt. Jetzt kann ich wieder Vollgas geben und bin heiß, bald wieder in einem Spiel für den HSV aufzulaufen und mein erstes Tor zu schießen.

Bis bald,

euer Julian Green!