Sein letzter Wunsch: Noch einmal Brügge siegen sehen!

Lorenzo Schoonbaert und seine Tochter im Stadion des FC Brügge.
Lorenzo Schoonbaert und seine Tochter im Stadion des FC Brügge.

Die Geschichte von Lorenzo Schoonbaert ist einfach nur ergreifend. Der Familienvater ist sterbenskrank. Doch einen Wunsch hat er noch. Er will noch einmal mit seiner Tochter und seiner Frau ins Stadion und den FC Brügge spielen sehen. Denn er weiß: Am nächsten Tag wird er tot sein.

Schoonbaert, den alle nur Lorre nennen, ist schwer krank. Seit seinem 21. Lebensjahr musste er bereits 37 Operationen über sich ergehen lassen. Daher traf er eine Entscheidung: Er wollte seinen Tod selbst bestimmen. Da die Gesetze in Belgien beim Thema Sterbehilfe deutlich liberaler als hierzulande sind, machte er davon Gebrauch. Sein geplanter Todestag: der 1. März 2015.

Als der FC Brügge von dieser traurigen Geschichte hört, laden sie Lorre und seine Familie für einen VIP-Besuch ins Stadion ein. Das Spiel gegen Mouscron findet am 1. März statt. Daher verschiebt Schoonbaert seinen Tod um einen Tag.

Schon vor dem Stadion wird er mit einem Fan-Plakat empfangen. „You’ll never walk alone, Lorre“, ist darauf zu lesen. Als er mit seiner Familie über den Rasen läuft, erheben sich die 20.000 Zuschauer zu Standig Ovations.

Nach dem Spiel sagte Schoonbaert: „Ich bin heute unbeschreiblich glücklich. Mein letzter Wunsch ist in Erfüllung gegangen, ich kann nun in Ruhe sterben." Anders sieht es aber seine Tochter. Sie weinte unaufhörlich, denn sie weiß, dass die Zeit ihres Vater bald abgelaufen ist.

Keine 24 Stunden später ist Schoonbaert tot.