Schalke-Einspruch abgelehnt

Didier Drogba stürmt schon fließig für Galatasaray. Schalke hatte Zweifel, ob das okay ist.

Die UEFA hat Schalkes Einspruch gegen die Wertung des Champions-League-Viertelfinales gegen Galatasaray Istanbul abgelehnt. Die Königsblauen hatten gegen die Wertung des Hinspiels im CL-Achtelfinale protestiert, weil sie Zweifel an der Spielberechtigung von Didier Drogba hatten.

Der Einsatz des frisch aus Shanghai zu Galatasaray Istanbul gewechselten Mittelstürmers war aber rechtens – dies ergab die Prüfung der UEFA. Grund für die Zweifel der Königsblauen: Das Champions-League-Reglement erlaubt es zwar, dass Spieler während des laufenden Wettbewerbs nachgemeldet werden, für Partien ab dem Achtelfinale hätte aber einer Frist bis zum 1. Februar eingehalten werden müssen. Der amtierende türkische Meister hatte Drogbas Spielberechtigung jedoch erst knapp zwei Wochen später auf seiner Homepage verkündet. Die Prüfung durch die UEFA ergab jedoch, dass Gala die internationale Spielberechtigung form- und fristgerecht beantragt hatte, auch wenn sie letztendlich erst nach Ablauf der Frist erteilt wurde. Ausschlaggebend ist jedoch das Datum, der Antragstellung. "Wir haben die Rechtssicherheit durch das Urteil der UEFA und wollen Galatasaray im Rückspiel hier schlagen" kommentierte Sportchef Horst Heldt.

Die Entscheidung der UEFA hat jedoch keinen Einfluss auf Drogbas Vertragszoff mit seinem Ex-Klub Shanghai Shenhua. Der chinesische Erstligist wirft dem 34-jährigen Ivorer Vertragsbruch vor, denn: der Kontrakt mit Shanghai läuft eigentlich noch bis 2014. Für Drogba kein Argument; der Weltstar behauptete, seit über drei Monaten keinen Gehaltsscheck mehr gesehen zu haben. Auch wenn die FIFA dem Ivorer eine vorläufige Spielerlaubnis für die türkische Liga und die europäischen Wettbewerbe erteilt hat: Sollte sich der Vertragsbruch-Vorwurf bestätigen, droht Drogba eine lange Sperre. Im Achtelfinal-Rückspiel auf Schalke wird Drogba aber am Start sein.