Roman Reigns: Darum ist seine Karriere in Gefahr!

Roman Reigns Instagram
Roman Reigns kämpft bei WM 32 um den Titel

Roman Reigns Karriere steht am Scheideweg. Obwohl die WWE krampfhaft versucht, ihn als neuen Publikumsliebling zu etablieren, kommt er einfach nicht bei den Fans an.

Es gab einen kleinen Lichtblick, als Reigns zum zweiten Mal den WWE Titel gewinnen konnte. Aber auch dieser entwickelte sich im Endeffekt nicht so, wie sich es die WWE erhoffte. Zu groß ist der Schaden, den der total überzogene und vorhersehbare Push der letzten Jahre bei Reigns verursacht hat. Dieser massive Booking-Fehler der WWE könnte Reigns in Zukunft sogar seine Karriere kosten.

 

Physis hui, Charisma pfui 

Reigns hat die Statur und das Aussehen einen absoluten Superstars. Beste Voraussetzungen, um der nächste John Cena zu werden - dachte sich die WWE. Eigentlich haben die Verantwortlichen der größten Wrestling-Liga der Welt mit dieser Annahme auch nicht ganz unrecht. Reigns ist ein wahres Powerhouse und beherrscht einige beeindruckende Moves, wenn man ihn diese denn auch ausführen lässt.  

Roman Reigns Kevin Owens
Reigns mit einem Bigboot gegen Kevin Owens

Deswegen entschied sich die WWE 2014 wohl auch dazu Reigns, nach der Trennung von "The Shield", in Rekordgeschwindigkeit zum neuen Gesicht des Unternehmens zu pushen. In weniger als einem Jahr wurde aus einem Drittel des beliebten Stables der Herausforderer um den World Heavyweight Titel bei Wrestlemania.

Sein schlechtes Mic-Work und relativ schwaches Charisma wurden dabei durchgehend untergraben. Sein Move-Set wurde zudem auf ein Minimum reduziert. Entwicklungen, die natürlich auch den Fans auffielten und für großen Unmut sorgten.

Der Zorn des WWE Universums fand beim Royal Rumble 2014 schließlich seinen Höhepunkt. 

 

Das Royal Rumble Fiasko

Nachdem Fan-Favorit Daniel Bryan schon früh im Rumble Match eliminiert wurde, buhten die Fans alle verbliebenden Superstars im Ring aus - insbesondere Roman Reigns. Selbst ein Auftritt von The Rock konnte die aufgebrachte Menge nicht beruhigen. Es wurde sogar so krass, dass der "Big Dog" bis zum Wrestlemania Main Event gegen Brock Lesnar nur noch ausgebuht wurde. Und dass, obwohl er als "Face" in diesen Kampf ging! 

Die WWE hatte jedoch ein Schlupfloch parat, um einem riesen Shitstorm bei Wrestlemania zu entgehen: Seth Rollins löste während des Matches seinen "Money in the Bank"-Koffer ein, der ihm zu jeder Zeit an jedem Ort ein Titelmatch garantierte. Rollins gewann daraufhin den Gürtel. Die Fans waren besänftigt und Reigns wurde das Pfeiffkonzert seines Lebens erspart. 

Den gleichen Trick kann die WWE dieses Jahr allerdings nicht bringen. Was nun?

 

Wrestlemania 32 steht unter keinem guten Stern

Theoretisch ist die Storyline von Reigns und Triple H für Wrestlemania 32 gut. Es ist ein altbewährtes Rezept: Roman stellt sich seinem bösen Boss in den Weg und gewinnt den Titel. Sein Boss kehrt irgendwann zurück und nimmt ihm den Titel wieder ab. Jetzt kämpft Reigns dafür, den Titel erneut zu gewinnen. Diese Formel klappte in der Vergangenheit bereits hervorragend (s. The Rock oder Steve Austin). 

Allerdings kann so eine Geschichte nur funktionieren, wenn der Held, der den Titel jagt, beliebter als der Bösewicht ist, der den Titel hält. Genau das ist gerade aber nicht der Fall. Bestes Beispiel: Triple H prügelte Reigns letzte Woche bei RAW in Grund und Boden. Anstatt die Wut der Fans auf sich zu ziehen, wurde HHH jedoch von ihnen bejubelt.  

 

Gibt es einen Plan B?

Die Reaktionen der Fans sind allerdings auch ein Produkt der Ignoranz der WWE. Die Verantwortlichen sträuben sich seit Jahren, den Fans das zu geben, was sie wirklich wollen. Der momentane Hass auf Roman Reigns richtet sich somit also gar nicht direkt gegen ihn selbt, sondern eher dem Fakt, dass Superstars wie Dean Ambrose oder der zurückgetretene Daniel Bryan nicht das Rampenlicht erhalten, welches sie - dem WWE Universum nach - verdienen.

Vielleicht hat die WWE noch einen großen Plan B, um den Main Event bei Wrestlemania erneut zu retten. Nichtsdestotrotz: Hören die Offiziellen nicht langsam damit auf, die Wünsche der Fans zu ignorieren, könnten sie dadurch den Hauptkampf bei der wichtigsten Show des Jahres ruinieren - gleiches gilt leider auch für die Karriere von Roman Reigns.  

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