Rob Konrad: Ex-NFL-Star schwimmt 16 Stunden um sein Leben!

Rob Konrad schwamm 16 Stunden um sein Leben.
Rob Konrad schwamm 16 Stunden um sein Leben.

Die Geschichte von Rob Konrad geht um die Welt! Der ehemalige NFL-Star musste 16 Stunden um sein Leben schwimmen!

Aber der Reihe nach: Konrad ist passionierter Fischer. Für den ehemaligen Runningback der Miami Dolphins (1999 bis 2004) gibt es nichts schöneres, als mit seinem Fischerboot vor der Küste Floridas zu sein. Er war gerade dabei einen riesigen Fisch an Deck zu ziehen, doch als ihn eine gewaltige Welle von Bord spülte war der 38-Jährige plötzlich in Lebensgefahr!

 

Konrad: Kein Notruf, keine Rettungsweste

Konrad hatte keine Chance mehr, an Bord seiner „Grady White“ zu gelangen. Sein Boot fuhr einfach weiter in Richtung Bahamas, denn der ehemalige Footballer hatte den Autopiloten des kleinen Schiffes auf eine Geschwindigkeit von acht Stundenkilometern eingestellt.

„Ich konnte keinen Notruf mehr absetzen und trug keine Rettungsweste. Mir war sofort klar, dass ich mich in einer sehr üblen Lage befand“, sagte Konrad auf einer Pressekonferenz. So blieb dem heutigen Banker nichts anderes mehr übrig als zu schwimmen! Sein Problem: Selbst bei der Wassertemperatur von rund 20 Grad im Atlantik drohte ihm der Tod durch Unterkühlung!

Konrad befand sich in einer Zwickmühle! „Ich schätzte, dass nach spätestens drei Stunden die Unterkühlung einsetzt, ich aber mindestens zehn Stunden brauchen würde, um Land zu erreichen“, sagte er. Am Ende brauchte er sogar 16 Stunden! Mut und Überlebenswillen schöpfte er aus den Gedanken an seine Familie, seiner Frau Tammy und seinen zwei Töchtern (10 und 8 Jahre).

 

Konrad: An den Sternen orientiert

Der einstige NFL-Star zog sich im Wasser bis auf die Unterhose aus und wechselte immer wieder zwischen Brust- und Rückenschwimmen, um Energie zu sparen. Das wichtigste für den 38-Jährigen war aber nicht in Panik zu geraten. Da er schon seit seiner Kindheit zur See fuhr, wusste er, in welche Richtung er zu schwimmen hat.

Unglaublich: Selbst als es dunkel wurde, hat sich Konrad an den Sternen orientieren können. Zweimal sah es so aus, als würde die Rettung nahen. Aber weder ein nur knapp 50 Meter entferntes Fischerboot, als auch ein  Helikopter der Küstenwache, dessen Scheinwerfer ihn streiften, fanden den völlig erschöpften Mann. „Als der Hubschrauber verschwunden war, wusste ich, dass ich komplett auf mich allein gestellt bin“, so Konrad.

Auf seinem Weg zum Ufer umkreiste ihn sogar ein Hai. Konrad schwamm einfach weiter bis er das Raubtier abgeschüttelt hatte. Auch die Brandwunden von Quallen-Schwärmen konnten ihn nicht brechen. Er schwamm und schwamm und schwamm!

Gegen 4.30 Uhr in der Früh erreichte Konrad völlig ausgelaugt die Küste von Palm Beach. Er konnte kaum noch laufen, hatte Schmerzen am ganzen Körper. Mit letzter Kraft schleppte er sich zum nächstgelegenen Haus. Er klingelte, ein pensionierter Polizist öffnete ihm und verständigte sofort den Notarzt!

Im Krankenhaus wurde seine Unterkühlung, der Wasserverlust und die von der Überanstrengung geschädigte Muskulatur behandelt. Sein Erfahrungen als Profi-Sportler haben Konrad womöglich das Leben gerettet.

Übrigens: Sein Boot wurde von der Küstenwache auf einer Insel der Bahamas gefunden. Sie nennt sich „Deadman’s Reef“  - das Riff des toten Mannes.