Real Madrid: Krise immer heftiger José Mourinho schreibt Meisterschaft ab und schürt Modric-Zoff

Hängende Köpfe bei den Real-Stars nach dem 2:2 gegen Espanyol Barcelona

Das 2:2 gegen Espanyol Barcelona verschärft die heftige Krise bei Real Madrid. Trainer José Mourinho schreibt die Meisterschaft ab und knöpft sich nach Mesut Özil jetzt Luka Modric mit deutlicher Kritik vor.

Real Madrid kommt nicht zur Ruhe. Während der FC Barcelona immer weiter gewinnt, wird die Krise bei Real immer heftiger. Nach dem 2:2 gegen Schlusslicht Espanyol Barcelona dreht vor allem Real-Coach José Mourinho wieder so richtig auf. "Die Liga noch zu gewinnen ist fast unmöglich", sagt der Trainer. "Aber wir werden trotzdem versuchen, die Liga so gut wie möglich zu beenden." So weit noch relativ harmlos, aber danach setzt es Kritik: "Luka Modric hat in drei Tagen zwei Spiele gespielt, da habe ich ihn zur Halbzeit in seinen verdienten Urlaub geschickt", sagt er ironisch.

Mesut Özil hat momentan wenig Spaß
Mesut Özil hat momentan wenig Spaß

Bereits vor einiger Zeit hatte Mourinho den Fitnesszustand mancher seiner Spieler kritisiert, da allerdings noch einen Star explizit zu nennen. "Es kann nicht sein, dass wir hier junge Spieler haben, die nicht in der Lage sind in einer Woche zwei Mal 90 Minuten zu spielen", sagte er. Damals wurde vor allem Mesut Özil als Ziel dieser Kritk gesehen. Offensichtlich gehört auch Luka Modric zu den Stars, die etwas fitter sein könnten – nach Sicht des Trainers. Özil wurde nach dem Spiel gegen Espanyol nicht kritisiert. Beziehungweise nicht mehr, als alle anderen außer einem.

"Cristiano Ronaldo hat als Einziger gut gespielt. Der Rest der Mannschaft nicht", sagt Mourinho. Und weil er grade in Fahrt war, haut er im Vorbeigehen auch noch auf die Fans drauf: "Ich habe noch bei keiner meiner Stationen ein Publikum mit so wenig Fußballkultur wie hier bei Real erlebt."

Real-Coach José Mourinho
Real-Coach José Mourinho

Der Trainer arbeitet also weiterhin daran, sich unbeliebt zu machen. Innerhalb der Mannschaft brodelt es heftig, auch wenn Torwart Iker Casillas versichert: "Wir unterstützen den Trainer alle. Ohne Zweifel, wir stehen hinter ihm." Dennoch geben nicht alle Spieler ihr Bestes, vor allem in der Verteidigung. "Die Hauptschuldigen stehen auf dem Platz", sagt Casillas. "Wir haben in drei Spielen sechs Gegentore bekommen, das ist zuviel. Im Moment machen wir die Tore nicht und verteidigen schlecht. Das liegt aber nicht an der Abwehr, sondern an der gesamten Mannschaft." Im Moment will der Keeper aber noch niemandem unterstellen, gegen den Trainer zu spielen.

"Ich glaube nicht, dass es ein Einstellungsproblem gibt", sagt Casillas. Hat er damit recht?

 

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