Real-Krise: Geht José Mourinho? Krise bei Real immer heftiger

Mesut Özil hat im Moment nicht das Vertrauen von José Mourinho

Real Madrid kommt aus der Krise nicht raus. Das 0:0 beim Tabellenletzten Osasuna offenbart die Abhängigkeit von Cristiano Ronaldo und weitere Fehler von José Mourinho. Der Trainer soll nach der miesesten Hinrunde seiner Karriere bereits über seine Ablöse verhandeln um schneller von Real verschwinden zu könne.

Real Madrid hat sich in der spanischen Liga beim 0:0 gegen den Tabellenletzten CA Osasuna ordentlich blamiert. Ohne den gesperrten Cristiano Ronaldo ging bei den "Königlichen" zu wenig nach vorne. Kreativspieler wie Mesut Özil und Kaká wurden zu spät eingewechselt um das Ruder noch herumzureißen. Kaká bekam zusätzlich eine Viertelstunde nach seiner Einwechslung die gelb-rote Karte. Mit dieser Partie ist die Hinrunde von Real Madrid abgeschlossen – und ein absolutes Desaster.

 

Die schlechteste Hinrunde seit sieben Jahren

Denn Real spielte die mieseste Hinrunde seit der Saison 2005/06. Nur 37 Punkte aus 19 Spielen sind außerdem der Negativrekord von Trainer José Mourinho seitdem er bei Real ist – und sogar die schlechteste Hinrunde seiner Karriere. In der Vorsaison, als Real den Titel holte, gewannen Ronaldo und Co. in der Hinrunde fünf Spiele mehr (jetzt 11), schossen 67 Tore (jetzt 45) und hatten durchschnittlich 5 Prozent mehr Ballbesitz. Langsam aber sicher muss sich Real zusammenreißen, denn der Abstand zu Atletico Madrid auf Platz zwei beträgt schon sieben Punkte. Und von hinten macht Betis Sevilla Druck und ist nur noch drei Punkte hinter Real. Ein Abrutschen auf Platz vier würde auch die direkte Champions-League-Qualifikation verhindern – die größte anzunehmende Katastrophe für den sonst so erfolgsverwöhnten Klub.

 

José Mourinho bastelt an seinem Abschied

José Mourinho beim Spiel ManU vs. Liverpool
José Mourinho beim Spiel ManU vs. Liverpool

Es herrscht große Unzufriedenheit bei Real. Die Spieler äußern sich im Moment kaum zur Situation. Am Sonntag sprach nur Raul Albiol mit der Presse und redete nur über die Schiedsrichterleistung. Die Stars halten die Füße still um nicht noch mehr Unruhe in den Verein zu bringen. José Mourinho verschwand aus Madrid und beobachtete den Champions League-Gegner von Real, Manchester United beim Spiel gegen den FC Liverpool. Eine Flucht, denn das Spiel findet erst am 13. Februar statt. Mourinho hatte wohl keine Lust, sich den Fragen der Journalisten beim Training zu stellen – oder vielleicht auch keine Lust seine Spieler zu sehen.

In Madrid machten in der Zeit Gerüchte die Runde, dass "Mou" schon mit Real-Präsident Florentino Perez über eine Vertragsauflösung oder einen Wechsel verhandeln würde. Im Moment müsste Real dem Trainer ca. 20 Millionen Euro bezahlen, wenn sie ihn rauswerfen. Andersrum kostet Mourinho aber auch 20 Millionen Euro Ablöse, sollte ihn ein anderer Verein verpflichten wollen. Paris St. Germain ist offenbar sehr interessiert daran den Coach zu verpflichten. Deswegen soll Mourinho mit Perez darüber gesprochen haben, seine Ablösesumme auf 10 Millionen zu halbieren. Ob die Gerüchte stimmen, ist noch nicht bekannt. Wenn PSG wirklich will, könnte der Scheich-Klub Mourinho auch so kaufen – wenn Real ihn ziehen lässt. So wie sich die Situation im Moment darstellt, wäre es für beide Seiten eine Erlösung.

Was meinst du? Wäre Real Madrid ohne José Mourinho im Moment besser dran? Oder soll der Coach bis mindestens zum Saisonende bleiben?