Rassismus-Skandal um Boateng mailand spiel abbruch ac

Kevin-Prince Boateng ist wegen der rassistischen Gesänge zurecht wütend.

Kevin-Prince Boateng wurde bei einem Freundschaftsspiel rassistisch beleidigt. Mehrfach wurden fremdenfeindliche Gesänge gegen ihn und seine dunkelhäutigen Mitspieler des AC Mailand gesungen. Daraufhin brach erst Boateng und dann das ganze Team das Spiel ab.

Mit dem Spielabbruch im Testspiel gegen den Viertligisten Pro Patria setzte der AC Mailand ein deutliches Zeichen gegen Rassismus. Besonders Kevin-Prince Boateng war stinksauer über mehrere rassistische Gesänge in seine Richtung und die der ebenfalls dunkelhäutigen Milan-Profis Urby Emanuelson, Sulley Muntari und M'Baye Niang. Nach einer knappen halben Stunde hatte der Mittelfeldspieler genug und drosch den Ball Richtung Tribüne. Danach zog er sein Trikot aus und marschierte vom Platz. Milan-Kapitän Massimo Ambrosini unterstütze seinen Teamkollegen und winkte den Rest der Mannschaft vom Feld. "Wir wurden von Beginn an belästigt", sagte Ambrosini. "Wir haben ein Zeichen gegen solche hässlichen Vorfälle gesetzt", so Ambrosini weiter.

Die Männer, die für die rassistischen Schmährufe verantwortlich sein sollen, wurden mittlerweile von der italienischen Polizei identifiziert, einer der Männer hat die Beleidigungen bereits zugegeben. Zur Identifizierung der Männer dienten Video-Aufzeichnungen aus dem Stadion. Den Männern droht neben Stadionverboten auch Strafverfolgung.

BRAVO SPORT meint: Respekt vor Boateng und dem AC Mailand! Die Reaktion war absolut richtig, solche Aktionen dürfen einfach nicht geduldet werden!

 

Der Spielabbruch von Boateng im Video