Rassismus gegen Bayern-Stars?

Karl-Heinz Rummenigge beschreibt die Berichterstattung über den FC Bayern München als "Rassismus".
Karl-Heinz Rummenigge beschreibt die Berichterstattung über den FC Bayern München als "Rassismus".

Karl-Heinz Rummenigge spricht in der Berichterstattung über den FC Bayern München von Rassismus!

Karl-Heinz Rummenigge hat die neueste Berichterstattung über die Transfers vom FC Bayern München stark kritisiert. Der Vorstandsvorsitzende des deutschen Rekordmeisters spricht im Vorwort zum aktuellen Stadionheft sogar von Rassismus.

 

Rummenigge: Kein "Espanol Bayern"

Hintergrund ist die Kritik an den Bayern, da zuletzt viele Spanier verpflichtet wurden. Einige Medien sprachen bereits vom „Espanol Bayern“.  „Diese schäbige Kampagne steht im völligen Widerspruch zu Werten wie Respekt, Toleranz und Vielfalt, die in Deutschland gesellschaftlicher Konsens sind. DFB, UEFA und FIFA engagieren sich seit Jahren aktiv gegen Fremdenfeindlichkeit, gegen Rassismus“, schreibt Rummenigge.

Mit Thiago, Javi Martinez, Juan Bernat, Pepe Reina und Xabi Alonso spielen bereits fünf Spanier für den FC Bayern München. Dazu kommen mit Trainer Pep Guardiola und seinen Assistenten weitere Spanier hinzu. Rummenigge weist im Vorwort sogar auf die „Charta der Vielfalt“ hin, die Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier unterzeichnet hat.

Rummenigge schreibt sich in Rage und spricht davon, dass so mancher „Deutschland nach dem WM-Titel schon wieder als Nabel der Fußballwelt versteht, der keine Einflüsse von außen mehr braucht. Solch einer dumpfen und provinziellen Denkweise muss ein Riegel vorgeschoben werden.“

Die Fans würden jedoch hinter den spanischen Neuverpflichtungen stehen: „Unsere Fans sind stolz auf diesen Weltklasse-Neuzugang, von dem die Bundesliga früher nur träumen konnte.“ In der Zukunft will der FC Bayern München weiter auf ein Zwei-Säulen-Modell bauen: „Wir werden weiterhin unsere Talente in die erste Mannschaft führen. Und wir werden auch künftig Topspieler dazu holen, die uns sportlich voranbringen. Dabei ist für den FC Bayern die Qualität eines Spielers entscheidend – und nicht seine Nationalität.“