Prügel für die Bayern nach der Niederlage gegen Arsenal

Arjen Robben ist unzufrieden mit dem Spiel gegen Arsenal.

Nach der Niederlage gegen Arsenal London hagelt es eine Menge Kritik für die Spieler des FC Bayern. Dabei melden sich nicht nur Experten zu Wort, auch die Spieler und der Trainer sind alles andere als zufrieden. Am deutlichsten wird Präsident Uli Hoeneß.

Der FC Bayern München ist mit einem blauen Auge davongekommen und qualifiziert sich trotz der 2:0-Niederlage gegen Arsenal London für das Viertelfinale der Champions League. Die Bayern hatten eine Menge Dusel, denn ein 3:0 war für die Engländer absolut drin – das wäre das Aus für den FCB gewesen. Auch die Münchner hatten Chancen, es fehlte aber der letzte Wille und oft auch die nötige Cleverness. Am besten lässt sich das wohl am Beispiel Arjen Robbens festmachen.

Der Mittelfeldspieler war einer der auffäligsten Akteure, war fleißig und erarbeitete sich einige gute Gelegenheiten. Leider machte er aber in den entscheidenden Momenten immer etwas falsch. Egal ob er bei einem Konter allein ging, statt auf Thomas Müller abzuspielen. Oder als er alleine auf den Torwart zulief und den linken Außenrist benutzte, als der Ball eher auf dem rechten Fuß lag – die letzte Aktion sah bei Robben immer unglücklich aus. Dennoch war er ein Aktivposten. Nach dem Spiel zeigte sich Robben auch sehr zerknirscht: "So etwas darf nicht passieren, aber es passiert. Wir haben darüber gesprochen. Wir waren gewarnt, aber wir waren in der ersten Halbzeit nicht aggressiv genug", sagte er.

 

Harte Kritik an den Bayern

Arjen Robben gehört damit noch zu den milden Kritikern. Auch Kapitän Philipp Lahm äußert sich eher zurückhaltend: "Wir hatten gute Chancen, haben sie aber schlecht ausgespielt. Dann mussten wir bis zum Ende zittern." Wesentlich deutlicher wurde die Führungsetage der Bayern. Coach Jupp Heynckes sagte: "Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen. Ich denke, dass das Spiel für uns ein Lehrbeispiel sein sollte, dass man nicht schon die nächste Runde vor dem Match erreicht hat." Und Bayerns Präsident Uli Hoeneß holte den Knüppel aus dem Sack: "Wir spielen seit drei Wochen schönen Dreck", sagte er augebrahcht. "Wenn wir so wie heute spielen, gewinnen wir gegen keinen. Wir müssen froh sein, dass wir das geschafft haben."

Wenn der FC Bayern die Champions League gewinnen will, reicht so eine Leistung auf jeden Fall nicht. Was meint ihr, woran hat's gelegen, dass das Spiel gestern in die Hose ging?