Pique kritisiert Guardiola Spielweise

Gerard Pique kritisiert das starre Spielsystem unter Pep Guardiola und Tito Vilanova.

Der FC Barcelona ist die beste Mannschaft der letzten Jahre. Erfolgsgeheimnis der Katalanen ist ihre Spielweise: Das Tiki-Taka! Erstmals übt ein Barca-Spieler daran Kritik. Gerard Pique sagt, dass die Spieler "Sklaven der Spielweise" waren. Pep Guardiola sei dafür mitverantwortlich. Ob er mit seiner Meinung alleine dasteht?

"Wir haben ein paar Jahre mit Trainer aus den eigenen Reihen gearbeitet, erst Pep Guardiola und dann Tito Vilanova. Mit unserem Spielstil haben wir es so weit übertrieben, dass wir irgendwann an einem Punkten waren, fast Sklaven unserer Spielweise zu sein", gab Pique gegenüber einer italienischen Sportzeitung an. Teilweise verspürte der 26-jährige Abwehrspieler einen regelrechten Zwang, den Ball permanent unter Kontrolle zu haben.

Der neue Trainer, Gerardo Martino, sei hingegen offen für neue Ideen. "Jetzt ist Tata da, der die gleiche Vision des Fußballs hat, den Ball zu halten. Er hat aber auch andere Optionen. Es ist sehr positiv, dass wir endlich andere Varianten haben", erklärte der spanische Nationalspieler. Und fügte an: "Wenn wir gerade nicht in Bedrängnis sind, ist es nichts schlimmes, auch mal zwei Weitschüsse zu probieren. Dann kann man auch mal zwischendurch Luft holen. Im Fußball muss man sich verbessern und entwickeln, sonst ist man am Ende leicht ausrechenbar."

Ob Pep Guardiola seine bevorzugte Spielidee weiterentwickelt hat? Momentan sieht es so aus, denn das Bayern-Spiel ist nach wie vor von den Tempodribblings auf den Außenbahnen geprägt. Wenn Guardiola die Dominanz und Präzision des filigranen Tiki-Takas mit der dynamischen und variablen Spielweise der Triple-Saison paaren kann, dürften die Bayern kaum zu bezwingen sein.