Olympia-Skandal

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Olympia-Skandal: Die Badminton-Doppels der Damen aus China, Südkorea und Indonesien haben versucht ihre letzten Gruppenspiel absichtlich zu verlieren. Doch mit der Quittung haben sie nicht gerechnet: Der Badminton-Weltverband WBF schließt alle acht beteiligten Spielerinnen wegen unsportlichem Verhalten mit sofortiger Wirkung von den Olympischen Spielen aus.

Das chinesische Badminton-Damendoppel Wang Xiaoli und Yu Yang hat ihr letzte Olympia-Gruppenspiel absichtlich verloren. Die Badmintondamen, die sich bereits für das Viertelfinale qualifiziert hatten, servierten nahezu jeden Aufschlag ins Netz. Erst nach Ermahnung des Schiedsrichters brachten sie den Aufschlag wenigstens in die Hälfte der Koreaner Jung Kyung Eun und Kim Ha Na. Die Chinesinnen wollten durch ihr unsportliches Verhalten ein frühzeitiges Aufeinandertreffen mit der zweiten chinesischen Mannschaft zu vermeiden.

Am Abend dann ein ähnliches Bild in der Partie der Indonesierinnen Greysia Polii und Meiliana Jauhari gegen die Südkoreanerinnen Ha Jung Eun und Kim Min Jung. Beide Teams wollten verlieren, um im Viertelfinale auf leichtere Gegner zu treffen – doch die Rechnung der Asiatinnen geht nicht auf. Der Schiedsrichter disqualifizierte die vier Damen sogar zwischenzeitlich. Nach Protesten nahm er das Urteil schließlich aber zurück. Dennoch klagt der Badminton-Weltverband WBF alle acht Spielerinnen wegen unsportlichem Verhalten an – und schließt sie mit sofortiger Wirkung von den Olympischen Spielen aus. Richtig so! Schließlich verpflichten sich alle Olympioniken dem Fairness-Gedanken, schwören den olympischen Eid: "Im Namen aller Athleten verspreche ich, dass wir an den Olympischen Spielen teilnehmen und dabei die gültigen Regeln respektieren und befolgen und uns dabei einem Sport ohne Doping und ohne Drogen verpflichten, im wahren Geist der Sportlichkeit, für den Ruhm des Sports und die Ehre unserer Mannschaft."