Oliver Bierhoff: "Selfies gehen mir auf den Keks!"

Selfies wird Oliver Bierhoff nie verstehen. Aber die Kommunikation hat sich eben gewandelt.
Selfies wird Oliver Bierhoff nie verstehen. Aber die Kommunikation hat sich eben gewandelt.

DFB-Manager Oliver Bierhoff ist kein großer Freund von Selfies. Das hat er jetzt in einem Interview mit der „Welt“ noch einmal bekräftig. Offen wie selten spricht er über sein Problem mit Smartphones und was er bei seinen Spielern bedenklich findet.

Selfies gehören inzwischen fest zum Fußball. Mario Götze, Lukas Podolski oder Mesut Özil sind darin Profis, nahezu jeden Tag gibt es bei Twitter, Facebook oder Instagram ein Bild von ihnen. Sie posten aus der Kabine, aus dem Mannschaftsbus oder vom Trainingsgelände. Für Oliver Bierhoff ist das fast schon zu viel. „Mir gehen diese Mitteilungen von Banalitäten und auch Selfies teilweise auf den Keks“, machte der Nationalmannschaftsmanager deutlich.

Die Selfies sind heutzutage das moderne Autogramm. „Die Fans wollen hauptsächlich Fotos mit den Spielern und keine Autogramme mehr. Ich habe neulich etwas über ein Konzert von Beyonce gelesen. Sie wollte mit jemandem singen, aber der wiederum hat nur gefilmt. Da hat sie zu ihm gesagt: ‚Hey, du verpasst dein Leben‘“, sagte Bierhoff. „Ich glaube nicht, dass ein Spieler unbeliebter ist, wenn er bei Facebook, Twitter oder Instagram nicht so aktiv ist.“

Oliver Bierhoff will sich aber wegen seiner Kritik an Selfies nicht falsch verstanden fühlen: „Was die moderne Technik betrifft, bin ich vollkommen offen und interessiert ihr gegenüber. Denn generell hilft sie, das Leben zu erleichtern.“ Dennoch solle man so intelligent sein, dass man die Technik kontrolliert. Und nicht umgekehrt.

„Ich bin noch so groß geworden, dass man in der Zeit von 12 bis 14 Uhr nirgendwo anruft, um nicht zu stören. Das gibt es heute nicht mehr. Man soll immer und überall erreichbar sein“, sagte Bierhoff. Die Kommunikation hat sich verändert. „Heute sitzen manchmal sechs Spieler an einem Tisch und jeder ist mit seinem Smartphone beschäftigt.“

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