Özil: Madrid weint – London jubelt zu Arsenal

Neue Mannschaftskollegen: Lukas Podolski und Mesut Özil präsentieren das Trikot der Gunners.

Der Wechsel von Mesut Özil von Real Madrid zu Arsenal London steht zwar im Schatten des "Bale-Deals". Dennoch ist es ein absoluter Rekordtransfer! Kein deutscher Spieler war jemals so teuer wie der Spielmacher. Noch nie hat Real so viel Kohle für einen Spieler kassiert. Und Özil ist der teuerste Transfer in der Geschichte Arsenals. In Madrid hat der deutsche Nationalspieler vollkommen überzeugt. Dennoch geht Özil zu Arsenal und verlässt die Königlichen. Madrid weint und London jubelt! Erfahrt hier alles über den spektakulären Transfer!

Etwa 50 Mio. Euro hat der FC Arsenal auf den Tisch gelegt, um Spielmacher Mesut Özil von Real Madrid zu verpflichten. Nicht nur die Lukas Podolski & Co. freuen sich auf den neuen Mitspieler, auch die englische Presse bejubelt den Transfer. Die "Sun" nennt Özil den "deutschen Messi" – er sei der "kreativste Spieler Europas".

Die "Daily Mail" schreibt: "Der 'Zauberer von Oz' verfügt über Magie. Arsenal hat endlich die finanzielle Zwangsjacke abgelegt. Mit der Verpflichtung hat der Klub sein Versprechen eingelöst, einen Hochkaräter zu holen. Ein vertrauliches Gespräch mit Wenger überzeugte Özil, ein lukrativeres Angebot aus Paris auszuschlagen."

"Wenger hat einen der großen Stars des Weltfußballs nach London gelockt", kommentiert der "Telegraph" den Deal. Und auch der "Guardian" feiert den Transfer: "Özil ist der König der Vorlagen, seine Technik und seine Pässe machen ihn zum Liebling der Fans. Die Möglichkeit für einen Transfer dieser Größenordnung ergibt sich nicht oft. Wenger gab daher sofort seine Zustimmung, auch wenn die Ablösesumme seinen natürlichen Instinkten widerspricht."

 

Mitspieler bedauern den Abgang des Spielmachers

Sergio Ramos bedauert den Abgang seines Kumpels.
Sergio Ramos bedauert den Abgang seines Kumpels.

Die ehemaligen Mitspieler von [search:özil]Mesut Özil[/search] bedauern den Wechsel nach England. In der "AS" äußerte sich Sergio Ramos kritisch über die Entscheidung Reals, Özil ziehen zu lassen: "Hätte ich etwas zu sagen, wäre Özil einer der Letzten, die ich gehen lassen würde. Ich hatte immer ein gewisses Feeling mit ihm gehabt, er ist ein großartiger Spieler."

Auch Sami Khedira beklagte sich auf der DFB-Pressekonferenz über den Verlust: "Ich bedaure den Wechsel von Mesut. Wir sind sehr gute Freunde. Aus sportlicher Sicht kann es ein Verlust sein. Es ist seine Entscheidung, die ich akzeptieren und der Verein auch. Ich wusste zwei oder drei Tage davon, deswegen konnte ich mich darauf einstellen, es war nicht überraschend."

 

Real-Fans gegen Verkauf Özils

Die Real-Fans haben sich ebenfalls deutlich gegen den Rekordverkauf ausgesprochen. In zwei Umfragen kam es zu deutlichen Ergebnissen pro Özil. In der Sportzeitung "Marca" stimmten 77,7 Prozent gegen den Wechsel des 24 Jahre alten Offensivspieler nach England! Bei der Zeitung "AS" waren es 65,98 Prozent.

Bei der Präsentation von Gareth Bale skandierten die Fans "Ozil no se vende" (Verkaufe Özil nicht) in Richtung des Klubpräsidenten Florentino Perez. Schaut euch das Video dazu an.

 

Warum wechselt Özil überhaupt?

Nach dem Rekord-Transfer von Gareth Bale, musste Real einen Spieler verkaufen, der ordentlich Kohle bringt. Außer Özil, der noch Vertrag bis 2016 hatte, standen auch Ángel di María, Karim Benzema, Luka Modric oder Sami Khedira zur Debatte. Doch keiner dieser Spieler hätte annähernd 50 Mio. Euro gebracht.

Zwar ist Özil der beste Vorlagengeber der spanischen Liga in den letzten drei Jahren, dennoch ist er nicht unantastbar in Madrid. Isco hat schon bewiesen, dass er die "10" spielen kann. Dazu ist er erst 21 Jahre alt und Spanier. Modric ist ebenfalls eine Alternative und auch Gareth Bale, der vorrangig über außen kommen wird, ist bei Tottenham streckenweise zentral aufgelaufen. Auf kaum einer Position hat Trainer Carlo Ancelotti so viele Optionen.

Und damit wäre der Stammplatz des deutschen Nationalspielers in Gefahr. Im Hinblick auf die WM 2014 wäre das keine gute Entwicklung für Özil. Zwar ist er bei Jogi Löw gesetzt, ohne Einsatzzeiten im Verein würde die Debatte über das Leistungsprinzip in der Nationalmannschaft aber wieder losgetreten. Durch seinen Abgang zu den "Gunners" beugt der Spielmacher dieser Diskussion vor. Bei Arsenal ist der Ex-Bremer der absolute Top-Star.

Mesut Özil verabschiedet sich bei den Real-Fans.