Odonkor will zurück

David Odonkor im Trikot von Alemannia Aachen.

David Odonkor war einer der WM-Helden von 2006. Der Ex-Dortmunder schnürt mittlerweile die Schuhe beim ukrainischen Erstligisten Goverla-Zakarpattia Uschhorod. Doch dort scheint Odonkor sich nicht wohl zu fühlen, er will zurück nach Deutschland.

David Odonkor will zurück nach Deutschland. Wie "bild.de" berichtet, will der WM-Held von 2006 sofort zurück, hat seine Familie bereits vorgeschickt. "Am Anfang meiner Zeit hier waren meine Frau und mein Töchterchen noch mit, aber das geht nicht! Hier läuft nichts nach Plan, und meine Familie muss sich wohlfühlen. Jetzt sind sie wieder in Bielefeld", wird Odonkor zitiert. Der WM-Held von 2006, der im vergangenen Sommer zum ukrainischen Erstliga-Aufsteiger Goverla-Zakarpattia Uschhorod gewechselt war, scheint es eilig zu haben, die Ukraine zu verlassen: "Ich muss hier so schnell wie möglich weg. Ich will zurück und nach Deutschland und bin offen für jedes Angebot", sagte er gegenüber.

Rückblick: Der damals 22-Jährige Odonkor wird von Bundestrainer Jürgen Klinsmann vor der WM 2006 überraschend in den Kader für das Turnier berufen – damit hatte keiner gerechnet. Im zweiten Gruppenspiel gegen Polen geht dann Odonkors Stern auf, als er kurz vor Schluss nach einem Wahnsinns-Sprint auf dem rechten Flügel Oliver Neuville im Strafraum bedient, der zum umjubelten 1:0-Siegtreffer einnetzt. Odonkor und Co. schaffen es auf der Welle der Euphorie bis ins Halbfinale. Nach der WM wechselt Odonkor vom BVB zu Real Betis Sevilla nach Spanien. Doch dort kommt er nie richtig an, ist von Verletzungspech und Heimweh geplagt und kommt in fünf Jahren auf grade mal 51 Einsätze für Betis.

Es folgt die Rückkehr nach Deutschland. Im Sommer 2011 erinnert man sich beim abstiegsbedrohten Zweitligisten Alemannia Aachen an Odonkor und holt ihn zurück nach Deutschland. Allerdings steigen Odonkor, der in 23 Spielen sogar zwei Tore schießt, und die Alemannia am Ende der Saison in die 3. Liga ab – für Odonkor ist das Kapitel Deutschland damit schon wieder vorbei. Es folgt der Wechsel in die Ukraine, die er jetzt unbedingt wieder verlassen möchte.