Niederlage wegen Regelverstoß

Eine Sperre in einem Wettbewerb der UEFA kann sich auch auf die kommende Saison auswirken.

Beim Fußball gewinnt nicht immer die Mannschaft, die am meisten Tore schießt! Ein Spiel kann auch durch einen Regelverstoß zu Gunsten des Gegners entschieden werden!

Dabei muss es sich um einen gravierenden Regelverstoß handeln. Häufiger als man glaubt, trifft dieser Fall ein, wenn Spieler eingesetzt werden, die eigentlich noch gesperrt sind. Kaum zu glauben: Das passiert meistens versehentlich. Wie so etwas passieren kann? Ganz einfach! Erhält ein Spieler beispielsweise im vorletzten Spiel, in dem seine Mannschaft an der Europa League teilnimmt eine Sperre für zwei Spiele, dann darf er auch beim nächsten Europa-League-Spiel in der darauf folgenden Saison nicht auflaufen. Nach einem Jahr wird die Sperre allerdings häufig vergessen. Was passiert, wenn das auffliegt? Das Spiel wird mit 3:0 gegen die Mannschaft, die den Regelverstoß begangen hat, gewertet.

Wie das mit den Karten und Sperren in der Champions League ist könnt ihr hier nachlesen!

 

Schwerer Regelverstoß am Beispiel

Ganz ärgerlich ist der Fall, der sich jüngst in der Europa League abgespielt hat. Eric Matoukou vom Arsenal Kiev erzielte in der Qualifikationsrunde der UEFA Europa League gegen ND Mura 05 das 3:0-Siegtor – und verlor doch noch 3:0. Was war passiert? Der Torschütze war 2010 für KRC Genk in der EL aufgelaufen und hatte im Hinspiel gegen den FC Porto die Rote Karte kassiert. Resultat: zwei Spiele Sperre. Das Rückspiel hatte der Kameruner dann auch auf der Bank gesessen, doch dann ist Genk aus dem Wettbewerb ausgeschieden. Und 2011 war Matoukou von Genk dann allerdings für keinen UEFA Wettbewerb gemeldet worden – das heißt, die Strafe blieb zwei Jahre lang bestehen – bis zum nächsten Einsatz in einem UEFA-Wettbewerb. Und das war ausgerechnet das Spiel gegen ND Mura 05. Pech für Arsenal Kiev, die nun mit einer 0:3-Heimniederlage und ohne Eric Matoukou ins Rückspiel gegen Mura gehen.