Neymar: Barca legt Details offen

War er viel teurer? Beim spektakulären Neymar-Deal soll Barca angeblich 95 Mio. Euro abgedrückt haben.

Nach den Spekulationen der vergangenen Wochen um den Mega-Transfer von Neymar im Sommer und dem anschließenden Rücktritt von Barca-Präsident Sandro Rosell macht der Klub nun reinen Tisch und legt die Zahlen und Details des Neymar-Deals offen. Auf einer Pressekonferenz informierte Rosell-Nachfolger Josep Bartomeu jetzt über das Gesamtpaket, dass Barca im Sommer geschnürt hat.

Es war bereits vermutet worden, jetzt hat der FC Barcelona es bestätigt. Das "Gesamtpaket Neymar" hat viel mehr Kohle gekostet, als ursprünglich vom Klub angegeben wurde. Neben den 57,1 Mio. Euro reiner Transfer-Summe, von denen übrigens tatsächlich nur 17,1 Mio. an Neymar-Klub FC Santos und 40 Mio. an eine Firma in Besitz von Neymars Eltern gingen, zahlte Barca noch ordentlich Handgelder, von denen beim Abschluss des Deals nichts gesagt worden war.

Nach dem Rücktritt von Präsident Sandro Rosell legte nun Nachfolger Bartomeu die alle detaillierten Infos zum Neymar-Transfer offen, um weiteren Schaden für den Klub zu vermeiden. Gleich drei Parteien kassierten Handgeld beim Neymar-Deal und zwar der Brasilianer selbst (10 Mio. Euro), sein Vater (2,7 Mio. Euro) und die Wohltätigkeits-Organisation von Neymar (2,5 Mio. Euro). Rechnet man die gezahlten Handgelder auf die Transfersumme auf, steht Barca bei 72,3 Mio. Euro für den Neymar-Transfer.

 

Ablöse + Handgelder + Gehalt= 116,3 Mio. Euro

Auch über das Gehalt des brasiliansichen Superstars machte Barca genaue Angaben: Neymar kassiert pro Jahr stolze 8,8 Mio Euro. Macht bei seiner Vertragslaufzeit bis Sommer 2018 ein Gesamtgehalt von irren 44 Mio. Euro. Zusammen mit den Transferkosten und der Kohle für die Handgeldet ergibt sich also eine Summe von exakt 116,3 Mio. Euro für das "Gesamtpaket Neymar".

Irre viel Kohle, doch der Klub ist mit der Offenlegung der Zahlen wohl gut beraten, denn vor einiger Zeit nahm die Staatsanwaltschaft in Madrid bereits die Ermittlungen wegen des Verdachts auf "Unstimmigkeiten" beim Neymar-Deal auf. Hauptbeschuldigter in der Sache war Sandro Rosell, der von einem Klubmitglied wegen "Unterschlagung" angeziegt worden war. Nachdem die Klage letzte Woche offiziell zugelassen worden war, hatte Rosell seinen Rücktritt erklärt. Allerdings bestand er weiter auf seiner Version, dass beim Neymar-Deal alles "korrekt" gelaufen sei und er zurücktrete, um zu verhindern, dass "das Ansehen des Vereins durch ungerechtfertigte Angriffe geschädigt wird".