Nationalelf glänzt gegen Ecuador

Nicht nur wegen den den Temperaturen ging es hitzig her. Schiri Ricardo Salazar ließ einiges durchgehen.

Nach einem Express-Tor vom Lukas Podolski zeigte eine deutsche B-Nationalelf insbesondere in der ersten Halbzeit eine starke Vorstellung gegen Ecuador und siegte im Testspiel in Florida zuletzt verdient mit 4:2!

Es war das schnellste Länderspieltor aller Zeiten: Nach nur neun Sekunden steckte Lukas Podolski das Leder in den Kasten von Ecuadors Keeper Maximo Banguera, der gegen den präzise abgefeuerten Schuss des Arsenal-Profis keine Chance hatte. Nur knapp vier Minuten später war es Lars Bender, der das 2:0 für die deutsche B-Elf erzielte. Doch Lukas Podolski wollte noch mehr. Der Nationalkicker, der in den letzten Tagen durch eine Kritik des Teammanagers Oliver Bierhoff unfreiwillig in den Fokus geraten war, wollte es wissen. In der 17. Minute machte Podolski seinen Doppelpack perfekt und auch Teamkollege Lars Bender legte noch vor dem Pausepfiff nach und schnürte seinen Doppelpack.

Die DFB-Elf spielte in der ersten Hälfte überzeugend auf und legte einen fulminanten Start hin. Erst in den letzten Minuten leistete sich die Nationalelf einige Patzer. Besonders in der Defensive schlich sich der ein oder andere Ausrutscher ein. Der 1:4-Anschlusstreffer durch Antonio Valencia war aber nicht allein auf eine Nachlässigkeit der DFB-Abwehr zurückzuführen, sondern auch auf eine sehr zweifelhafte Entscheidung des US-Schiedsrichter Ricardo Salazar, der ein klares Foul, was dem Tor voranging, nicht gepfiffen hatte. Was die Deutschen mit in die Kabine nehmen konnten, war auch eine starke Leistung der Debütanten Max Kruse und Sidney Sam, die immer wieder schöne Akzente setzen konnten. Sam bereitete das 2:0 durch Lars Bender vor.

In Durchgang Zwei konnte die DFB-Elf aber nicht mehr an die Leistung der ersten Halbzeit anknüpfen – das Spiel verlagerte sich zunehmend in die deutsche Hälfte. Die schwüle Hitze von 28 Grad machte den Deutschen zu schaffen und zehrte an den Kräften. Zudem legten jetzt auch die Ecuadorianer einen Zahn zu und drängten auf den Kasten von René Adler. Der deutsche Keeper wurde immer wieder getestet, konnte aber mit starken Paraden seine Qualitäten unter Beweis stellen. In der 84. Minute hatte Adler aber keine Chance eine direkt verwandelten Freistoß von Walter Ayovi ins kurzen Eck zu parieren. Das war nicht auch zuletzt einem Patzer Lukas Podolskis zuzurechnen, der sich in der Mauer wegdrehte und so erst die Lücke für den Ball eröffnete.

So oder so war es in jedem Fall eine starke Darstellung einer DFB-Elf, die auf 15 Stammspieler verzichtete