Nachbericht: Schalke vs. Hannover

Hannovers Szabolcs Huszti (r.) setzt sich gegen die Schalker Atsuto Uchida (n.) und Lewis Holtby (l.) durch.

Das Eröffnungsspiel der Bundesliga-Rückrunde zwischen dem FC Schalke und Hannover 96 verlief überraschend torreich! Gleich neun mal rappelte es in der Veltins-Arena im Karton! Das Kuriose: Acht der neun Hütten fielen erst in der zweiten Halbzeit. Am Ende gelang dem FC Schalke unter Stevens-Nachfolger Jens Keller der erfolgreiche Rückrunde-Auftakt: Der Anschlusstreffer von Mame Diouf zum 5:4-Endstand in der Nachspielzeit war dann auch nur noch Schönheitskorrektur.

Mit einer derartigen Torgala hatte wohl niemand gerechnet. Gastgeber Schake und die Hannoveraner Gäste ließen es klingeln, dass es nur so eine Freude war. Neun Hütten fielen im Auftaktspiel der Rückrunde – so viele Tore wurden dieses Saison bisher in keiner Begegnung geknipst. Und dabei hatten die Fans erst relativ spät den ersten Grund zum Jubeln: Jefferson Farfan netzte erst in der 44. Minute zum 1:0 für Schalke ein. Acht Tore in einer Bundesliga-Halbzeit, das gab es seit über 30 Jahren nicht mehr!

Trotz erfolgreichem Punktspieldebüt zeigte sich Stevens-Nachfolger Jens Keller nach dem Spiel unzufrieden "Für mich als Trainer war es aber nicht so angenehm. Nach dem 2:0 habe ich gedacht, das Ding ist durch." Kurz nach Wiederanpfiff hatte nämilch Julian Draxler mit seinem vierten Saisontreffer auf Farfans Hütte noch einen draufgelegt. Aber dann besorgten ausgerechnet Ex-Schalker Sergio Pinto (55.) und der überragende Szabolcs Huszti (59.) in nur vier Minuten den Ausgleich. Die Butter vom Brot nehmen lassen wollte man sich auf Schalke dann aber auch nicht! Marco Höger (64.) und Ciprian Marica (67.) setzten nach und stellen ihrerseits drei Minuten den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Die Antwort der Roten ließ nicht lange auf sich warten: Knapp 60 Sekunden später drückte Huszti den Anschlusstreffer in die Maschen von Schalke-Keeper Timo Hildebrand. Lewis Holtby machte das Ding dann in der 88. Minuten mit dem 5:3 zu – Mame Dioufs Anschlusstreffer zum 5:4-Endstand in der Nachspielzeit war dann auch nur noch Schönheitskorrektur.

Alles in allem ein glücklicher Einstand für Jan Keller, der es auch nicht leicht hatte, denn: Er musste gleich auf vier Schalker Top-Kicker verzichten: Ibrahim Afellay und Kyriakos Papadopoulos kurierten Verletzungen aus, Klaas-Jan Huntelaar und Jermaine Jones saßen ihren Strafen ab.

Besonders ins Augen stachen Lewis Holtby und Szabolcs Huszti. Schalkes Torwart Timo Hildebrand machte hingegen keine allzu gute Figur und verstand nach dem Torfestival die Welt nicht mehr. Insgesamt vier Torschüsse haben die Roten auf sein Tor abgefeuert – und alle vier landeten in den Maschen. Eine gute Torwart-Bilanz sieht anders aus.