Nach Biss: Chiellini verzeiht Suarez

Eine der Szenen der WM: Luis Suarez nach seinem Biss gegen Italiens Chiellini.

Luis Suarez äußert sich nach seiner skandalösen Beiß-Attacke gegen Girgio Chiellieni erstmals öffentlich. Er schrieb auf Twitter, dass er "bereue, was geschehen ist". Auch Chiellini hatte sich zuvor mehrfach zum Beiß-Skandal von Natal geäußert. Für beide Spieler ist die Sache erledigt.

Giorgio Chiellini und Luis Suarez: Seit dem dramatischen Gruppenspiel zwischen Italien und Uruguay sind die Namen der beiden Kicker auf ewig verbunden. Die Wunden sind nach dem Beiß-Skandal (hier im Video) wohl verheilt, sowohl die körperlichen als auch die mentalen. Und das bei beiden. "Alles ist vergessen", schrieb Suarez-Opfer Chiellini auf Twitter. Doch damit nicht genug: "Ich hoffe die FIFA reduziert deine Sperre", so der Italiener. Eine solche Reaktion war von ihm nicht unbedingt zu erwarten. Im Gegensatz zu den ersten Reaktionen von Suarez nach dem Vorfall, als er noch davon gesprochen hatte, das Gleichgewicht verloren und auf Chiellini gefallen zu sein.

Mitterweile hat Suarez seine Version korrigiert. Auf Twitter meldete sich der von Barca umworbene Stürmer nach der Ankunft in der Heimat zu Wort: "Ich bedauere zutiefst, was passiert ist. Ich entschuldige mich bei Giorgio Chiellini und der ganzen Fußball-Familie postete Suarez. Einsicht von Suarez, von Absicht jedoch kein Wort. Trotzdem ist der Fall jetzt ausgeräumt, zumindest zwischen den beiden Kickern. Für Suarez persönlich gilt das nicht.

Er bekam von der FIFA die Rekord-Sperre von neun Länderspielen und vier Monaten im Verein aufgebrummt. Aber eine Chance, in den nächsten vier Monaten Fußball spielen zu können, bietet sich dem Skandal-Stürmer trotzdem: Ein "Angebot" aus dem Kosovo gab es zuletzt. Suarez könnte dort spielen, weil der kosovarische Verband (noch) nicht offiziell von der FIFA anerkannt ist.