Muss Cech die Blues verlassen?

Muss Petr Cech die Blues verlassen? Bei Chelsea stehen aktuell zu viele Ausländer unetr Vertrag.

José Mourinho plant beim FC Chelsea den Angriff auf Meister Manchester City und hat den Blues-Kader nach seinen Vorstellungen umgebaut. Alt gediente Stars wie Frank Lampard (New York City FC) und Ashley Cole (AS Rom) haben den Klub verlassen, neue Stars sind bereits am Start. Doch jetzt gibt es für den "Special One" ein kleines Problem: In seinem Kader sind zu viele nicht englische Spieler. Mindestens ein Ausländer muss noch gehen und es könnte ausgerechnet den verdienten Keeper Petr Cech treffen.

Petr Cechs Name ist seit 2004 untrennbar mit dem FC Chelsea verbunden. Der Tscheche triumphierte mit den Blues in der Premier League und in der CL – seit zehn Jahren ist er DER Mann zwischen den Pfosten an der Stamford Bridge. Doch jetzt droht Cech ein unfreiwilliger Wechsel, denn nach der Regelung des englischen Verbandes FA, hat Chelsea einen Ausländer zu viel im Kader. Die englischen Stars Frank Lampard und Ashley Cole sind weg, Diego Costa, Cesc Fabregas, Filipe Luis und Thibaut Courtois sind neu an der Stamford Bridge – so weit, so gut.

Doch jetzt sprengt die Rückkehr von Blues-Legende Didier Drogba den Rahmen, so dass klar ist: Ein Ausländer muss gehen! Das FA-Regelwerk verlangt, dass im offiziellen 25-Mann-Kader der Premier League Klubs maximal 17 Spieler aus dem Ausland kommen dürfen. Ausgenommen sind alle Spieler unter 21 Jahrem und sogenannte "Homegrown Players", also Spieler deren Ausbildung im Jugendbereich in England stattgefunden hat. Dies trifft bei Neu-Star Fabregas zu, der von Barca kommt, zuvor aber acht Jahre bei Arsenal unter Vertrag gestanden hatte.

Mit Fernando Torres und John Obi-Mikel haben die Blues zwar noch zwei Ausländer in ihren Reihen, die sie bei entsprechenden Angeboten gerne abgeben würde, doch das gestaltet sich momentan schwierig. Für Torres gibt es zwar eine Reihe an Interessente (Atletico Madrid, AS Monaco), doch die krassen Gehaltsforderungen des Spaniers erschweren einen Wechsel. Die Aussichten, den Nigerianer Mikel loszuwerden, scheinen aktuell ebenfalls nicht die Besten, so dass einiges für einen Transfer von Cech spricht.

Für Tschechiens Nummer 1 würden die Blues noch ordentlich Kohle einstreichen, mit Paris St. Germain gibt es bereits einen Interessenten. Die Rede ist von gut 12 Mio. Euro, die für Cech aus Paris nach London fließen könnten. Außerdem würde der sportlich schwerwiegende Abschied direkt aufgefangen werden können, weil Chelsea seinen Jung-Keeper Thibaut Courtois, aktuell das Torwart-Talent schlechthin, gegen seinen Willen von Atletico Madrid zurückgeholt hat. Dem Belgier trauen nahzu alle Experten zu, das Cech-Erbe antreten zu können.

Dazu kommt: Mit Nachwuchs-Keeper Jamal Blackman würde für Cech ein Engländer in den Kader rücken, was dem FC Chelsea Unannehmlichkeiten mit dem Verband FA definitiv ersparen würde. Die Vorstellung, dass ein solcher Zufall die große Ära Petr Cech an der Stamford Bridge beenden könnte ist gleichermaßen absurd, wie real – eine Geschichte, wie sie so nur der Fußball schreiben kann.