Mkhitaryan: Professor Fußball! Ist er der neue Messi?

Henrikh Mkhitaryan mit Neapels Valon Behrami

Schon nach wenigen Monaten ist Top-Neuzugang Henrikh Mkhitaryan das „Hirn“ der gefährlichen BVB-Offensive. Und das hat Gründe, denn: Der Armenien-Star ist smart wie kein anderer BL-Profi! Und: Die internationale Presse vergleicht ihn sogar schon mit Lionel Messi!

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Wenn Henrikh Mkhitaryan (24) über seinen Job spricht, tut er das mit ruhiger und besonnener Stimme. „Ich spiele Fußball wie Schach“, erklärt der BVB-Star seine Spielweise. „Man muss viel denken, antizipieren. Bevor man ­einen Zug macht, muss man wissen, was der Kontrahent macht.“ Wie auf dem Schachbrett. Und auf dem kennt sich Dortmunds Neuzugang genauso gut aus wie auf dem Spielfeld. „Wenn du einen Fehler machst, bestraft dies dein Gegner, und du verlierst das Spiel.“ Das klingt logisch – und passt doch genau zu Mkhita­ryans smarten Auftritten.

 

Kein Langweiler

Aber nicht nur die etwas ungewöhnlichen Hobbys unterscheiden den Armenier von den meisten anderen Profifußballern. „Playstation ist nicht so mein Ding“, verrät der Mittelfeld-Star. „Ich geh lieber spazieren oder spiele eine Partie Schach.“ Aber ein Langweiler ist Dortmunds Top-Stratege deshalb noch lange nicht. „Mit ‚Miki‘ kann man viel Spaß haben“, versichert Kevin Großkreutz (25). Er muss es wissen. Schließlich hat sich der Ur-Dortmunder im Sommer-­Trainingslager ein ­Zimmer mit Miki – wie er kurz genannt wird – geteilt.

 

Dortmunds „Anti-Star“

Keine schnellen Autos, keine sichtbaren ­Tätowierungen – und keine dicken Klunker. Dafür sind ­Mikis Augen wach – so wie sein Verstand. Er spricht fließend Englisch, Französisch, Portugiesisch und Russisch. Aktuell paukt er Deutsch. „Ich will mich so schnell wie möglich in der neuen Sprache verständigen“, erklärt er seine Motivation. Und so ganz nebenbei hat er noch Wirtschaftswissenschaften an der Fern-Universität in St. Petersburg (­Russland) studiert. Aber was treibt ihn an? Vielleicht ein schwerer Schicksalsschlag: Vater Hamlet stirbt 1996 an den Folgen eines Hirntumors. Die Wirkung, die der Tod des Vorbilds auf den damals 7-Jährigen ausübt, hält bis heute an: „Ich glaube, er sieht mich und ist stolz auf mich“, sagt er.

 

Echter Glücksgriff

Trainer Jürgen Klopp (46) schätzt vor allem die fußballerischen Qualitäten seines Top-Transfers: „Er hat Tempo, ist ballsicher, hat ein überragendes Auge für Spielsituationen und einen tollen ­Abschluss“, schwärmt „Kloppo“. Und fügt dann hinzu: „Als Mensch ist Miki sogar noch einen Tick besser als als Fußballer!“ Dem ist nichts hin­zuzufügen.

 

Vergleich mit Messi

Die internationale Presse vergleicht ihn schon mit Weltfußballer Lionel Messi: „Der echte Held des Abends war der kleine Armenier. Ein Spieler, der sehr schwer vom besten Messi zu unterscheiden ist“, titelte die spanische AS.

Was meint ihr: Hat er das Zeug zum neuen Messi? Passt der Vergleich?