Mesut Özil – Assist-King der knipst | Tore

Mesut Özil: Assist-King, der gern selbst mal knipst!

Real Madrid steht dank Mesut Özil im Finale des International Champions Cups! Der deutsche Nationalspieler besorgte die erste Hütte der Königlichen selber und legte die zweite für seinen Kollegen Cristiano Ronaldo auf!

Özil ist eben nicht nur ein super Knipser, sondern auch Reals Vorlagengeber Nummer Eins – am besten funktioniert er im Zusammenspiel mit Cristiano Ronaldo. Am wichtigsten ist wohl das blinde Verständnis, das beide Stars füreinander haben. Özil ist der geniale Strippenzieher im Real-Mittelfeld, mit Übersicht, Ruhe und bärenstarker Technik führt der deutsche Nationalspieler im Mittelfeld Regie. Auffällig: Özil weiß jederzeit, wo Ronaldo sich befindet, wann er startet und wo der Portugiese in die Schnittstelle der gegnerischen Abwehr sticht. Folge: Özil bedient seinen Stürmerstar in aller Regelmäßigkeit mit Traumpässen – auf die präzisen Zuspiele des Deutschen kann Ronaldo sich quasi blind verlassen. Özil serviert Ronaldo die Torchancen, der Portugiese lässt diese (fast) nie ungenutzt oder wie die spanische Marca es beschreibt: "Özil überreicht Ronaldo die Waffe auf dem Silbertablett."

 

Mesut Özils Karriere

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Mesut Özil wurde als Sohn türkischstämmiger Eltern in Gelsenkirchen geboren. Klar, dass es für den jungen Mesut von Anfang an nur eine Farbe gibt, wenn es um Fußball geht: Königsblau. Nachdem er in der Jugend unter anderem für den Traditionsverein Rot-Weiss Essen kickte, erfüllt sich im Jahr 2005 Mesuts großer Traum: Er wird Jugendspieler beim großen FC Schalke 04, bei dem man das große Talent des Deutsch-Türken scheinbar erkannt hat. So ist es auch zu erklären, dass Özil ein Jahr später unter Trainer Mirko Slomka, der auch schon Spieler wie Manuel Neuer ins Profiteam integriert hatte, zum ersten Mal für die Profis aufläuft. Özil wirbelt von Anfang an mächtig los im königsblauen Trikot, verpasst 2007 die Meisterschaft mit Schalke 04 um Haaresbreite. Doch die Karriere geht weiter: Auf Schalke können sich Özil und sein Vater, der den Jungprofi berät, nicht mit der Vereinsführung auf eine Vertragsverlängerung einigen. In Sache Geld kommen beide Seiten nicht zusammen.

Özil wechselt daraufhin im Winter 2008 zum Ligakonkurrenten Werder Bremen, bei dem er sich weiterentwickelt und allmählich in den Fokus des Bundestrainers rückt. Sein größter Erfolg mit Werder: Der Gewinn des DFB-Pokals 2009, bei dem er das goldene Tor zum 1:0-Sieg über Bayer Leverkusen erzielt – der erste Titel in Özils Karriere. Kurz nach dem Pokal-Gewinn ist es dann soweit: Am 12. August 2009 gibt Özil seinen Pflichtspiel-Einstand für das DFB-Team in der WM-Quali gegen Aserbaidschan und ist damit endgültig deutscher Nationalspieler. Zuvor hätte er sich trotz Jugend- und Testspieleinsätzen für Deutschland dazu entscheiden können, doch für die Türkei, das Heimatland seiner Eltern, zu spielen. Bei der WM 2010 in Südafrika zeigt sich dann, dass die Entscheidung für den DFB scheinbar "goldrichtig" war. Özil brilliert bei der WM, erzielt im entscheidenden Vorrundenspiel gegen Ghana das wichtige 1:0, das Deutschland den Gruppensieg beschert. Was nach der WM, die Deutschland und Özil als Dritter abschließen, kommt ist allgemein bekannt: Özils Wechsel zum Weltklub Real Madrid gibt dem Youngster die Chance, zu zeigen, dass er auf absolutem Weltniveau spielen kann. An der Seite von Cristiano Ronaldo entwickelt sich der deutsche Nationalspieler nochmals enorm weiter und reift zum Weltklassespieler, der Ronaldo schon bei seinem Wechsel von ManU zu Real im Jahr 2009 war. Kurz und knapp: In bisher zweieinhalb Jahren hat Özil eindrucksvoll bewiesen, dass er ein "ganz Großer" werden kann.

 

Steckbrief

Name Mesut Özil

Geburtstag: 15. Oktober 1988

Geburtsort: Gelsenkirchen

Größe: 1,82 m

Position: Mittelfeld, offensives Mittelfeld

Marktwert: ca. 40 Millionen Euro

Bisherige Vereine als Profi: Schalke 04 (2006-2008)

Werder Bremen (2008-2010)

Real Madrid (2010-heute)