Mario Gomez kritisiert Bayern

Mario Gomez im Trikot seines neuen Klubs AC Florenz.

Der nach Florenz abgewanderte Stürmer Mario Gomez spricht in einem Interview über fehlende Rückendeckung und Ärger über das Transfer-Theater um Robert Lewandowski. Die letzte Saison sieht er trotz aller Kritik am FC Bayern aber als großen Erfolg.

Mario Gomez hat mit der Sport Bild über die letzte Saison beim FC Bayern und seine Entscheidung für einen Wechsel nach Florenz gesprochen. Auch wenn ihm klar ist, dass jeder Wechsel vom FC Bayern zu einem anderen Klub ein Rückschritt ist, fühlt er sich doch sehr wohl mit diesem Schritt. Auch, weil allen Beteiligten bei den Bayern klar war, dass es auf einen Transfer in der Sommerpause rausläuft. "Im Laufe der Rückrunde hat es sich so herauskristallisiert, dass es alle wollen, dass es im Sommer zu Ende geht", sagt Gomez in dem Interview. Deswegen habe er auch mit dem neuen Trainer Pep Guardiola schon am ersten Tag Klartext geredet und ihm gesagt, dass er nicht in Testspielen auflaufen möchte. "Mein Abschied war traumhaft schön. Ich habe mit meinem letzten Ballkontakt ein Tor im Pokalfinale zu einem Titel erzielt", so der Stürmer, der diese Erinnerung nicht durch Freundschaftsspiel-Eindrücke verwässern möchte.

Aber er geht nicht nur mit schönen Erinnerungen. Denn das Transfer-Gezerre um Robert Lewandowski während der letzten Saison hat Gomez enorm genervt. Klar, wurde doch dadurch auf unterschwellige Weise deutlich, dass sich die Bayern nach Alternativen zu ihm umschauen. Deswegen beklagt er auch zurecht, dass die Rückendeckung für die Stürmer, die im Kader waren, gefehlt habe. Dass der Wille der Vereinsführung den BVB-Angreifer abzuwerben immer größer wurde, hätten schließlich auch die Spieler gespürt.

Trotz dieser negativen Schwingungen ist Mario Gomez mit der letzten Saison aber sehr zufrieden. Der Knipser sagt sogar, es sei seine bisher beste Saison gewesen. "Ich habe etwas geschafft, was ich vorher nicht imstande war zu schaffen", sagt Gomez. "Ich war als Stammspieler nicht mehr gefragt. Aber wenn ich zum Einsatz kam, habe ich funktioniert und dem Team richtig helfen können." Dass das noch nie zuvor in seiner Karriere der Fall war, ist er der Meinung, dass dieser Schritt der größte in seiner bisherigen Laufbahn war. Dass er dieses Können bei seinem neuen Klub AC Florenz brauchen wird, ist eher unwahrscheinlich. So wie der Stürmer bei seiner Ankunft in Florenz gefeiert wurde, wäre alles andere als ein Stammplatz eine extreme Überraschung.

Was haltet ihr von den Aussagen von Mario Gomez? Nachvollziehbar? Richtig? Oder Quatsch?