Maik Baier

Maik Baier (l.) war in London zwar nicht immer der Schellste, doch das ist nicht so wichtig.

Maik Baier hat bei den Olympischen Spielen in London zwar keine Medaille geholt, doch das ist nicht so wichtig. Der sympathische BMX-Fahrer möchtet seinen Sport in Deutschland bekannter machen.

Knapp 40 Sekunden volle Power und dann ist auch schon alles wieder vorbei: Wenn Maik Baier mit 60 Sachen den Starthügel runterheizt um den 430 Meter kurzen Parkour zu meistern, kommt es auch mal zu schweren Stürzen. Das Risiko nimmt der Deutscher BMX-Fahrer ebenso in Kauf wie den hohen Materialverschleiß. Denn den BMX-Sport hat Maik Baier im Blut, hat die Liebe für Geschwindigkeit und hohe Airs von seiner Vater geerbt – der war Motocrossfahrer. Schon als kleiner Junge eiferte Maik seinem Papa nach – nicht auf dem Motorrad, sondern auf dem BMX-Rad. Und: Auf dem 9 Kilo schweren Drahtesel mit den kleinen 20-Zoll-Rädern ist er bis heute geblieben. Seinen bisher größten Erfolg feierte der 23-Jährige Fun-Sportler im Jahr 2009, als er den 5. Platz bei der Europameisterschaft abräumte. Für London hat er sich von vornherein keine allzu guten Chancen ausgerechnet.

 

BMX – Bedingungen in Deutschland mangelhaft

Denn: Während die Holländer und die Amerikaner den Parkour von London originalgetreu nachgebaut haben, um sich optimal auf die Olympischen Spiele vorzubereiten, trainierte Maik Baier in einer alten Industriehalle. Überhaupt gibt es in Deutschland keine erstzunehmenden BMX-Strecken – um unter realistischen Bedingungen zu trainieren muss Maik ins Ausland fahren. Obwohl BMX seit Peking 2008 Olympische Disziplin ist, ist der Sport in Deutschland vergleichsweise unbekannt. Anders als in Amerika, wo junge BMX-Talente von klein auf gefördert werden, sind Maik Baier und Co. in Deutschland auf sich alleingestellt, mussten sogar ihr Olympia-Trainingslager selbst bezahlen.

 

Maik Baier – frühes Olympia-Aus

Deshalb hat sich der Olympionik aus der Nähe von Stuttgart auch keine allzu großen Ziele gesetzt: "Finale oder eine Medaille wäre unfassbar", sagte er vor den Spielen. Tatsächlich schieden er und sein Mitstreiter Luis Brethauer im Viertelfinale aus, doch das ist nicht so schlimm. Maik Baier freut sich, den BMX-Sport in Deutschland bekannt gemacht zu haben und hofft, dass sich bei der Förderung des BMX-Sport etwas tut – um 2016 in Rio de Janeiro vielleicht wirklich das erste BMX-Gold für Deutschland klar zu machen.

 

Geheimnis um Startnummer gelüftet

Beim BMX dürfen sich die Fahrer ihrer Startnummer selbst aussuchen. Maik Baier geht immer mit der 689 an den Start – er hat diese drei Ziffern sogar auf den Arm tätowiert. Was es damit auf sich hat? Ganz einfach! "689 ist mein Geburtsdatum, Juni 1989. Kann man von beiden Seiten lesen", erklärt der 23-Jährige die Nummer, die man auch auf den Kopf stellen kann.

 

Maik Baier – Infos und Facts

"Mir macht es eigentlich immer Spaß, mit dem Fahrrad irgendwie Blödsinn zu machen", sagt Maik Baier und beweist es im Video!

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