Lukowicz: Hitler-Gruß vom Werder-Talent?

Hat er nun den Hitler-Gruß gemacht, oder nicht? Maik Lukowicz ist sich keiner Schuld bewusst.
Hat er nun den Hitler-Gruß gemacht, oder nicht? Maik Lukowicz ist sich keiner Schuld bewusst.

Hat Werder-Talent Maik Lukowicz einen Hitler-Gruß gemacht? Diese Frage sorgte für reichlich Wirbel nach dem Regionalliga-Spiel zwischen dem VfB Lübeck und Werder Bremen II (2:2). Nun streiten sich sogar die beiden Vereine wegen der Geste!

Der vermeintliche Hitler-Gruß von Werder-Talent Lukowicz passierte nach dem Tor von Teamkollege Levent Aycicek in der 35. Minute. Die Werder-Spieler bejubelten vor dem Fanblock des VfB Lübeck den Treffer und plötzlich hob der 19-jährige Lukowicz den rechten Arm! VfB-Vorstandssprecher Thomas Schikorra auf der Vereinsseite: "Unabhängig davon, dass wir dem Spieler keine politischen Motive unterstellen, handelte es sich in jedem Fall um eine außergewöhnliche Unsportlichkeit. Wir hätten uns daher gewünscht, dass der Spieler und der SV Werder Bremen mit einer ehrlichen Entschuldigung an uns herantreten und man beim SV Werder Bremen nicht anfängt, öffentlich die Fehler bei anderen zu suchen."

War es ein Hitler-Gruß? Auffällig: Werder-Kapitän Florian Bruns (früher St. Pauli) zieht das Lukowicz weg und spricht energisch auf ihn ein. Bruns zur „Bild“: „Ich habe erst nach dem Spiel von der Vorwürfen erfahren. Ich bin dort hingelaufen, um die Jungs aus der Ecke wegzuholen. Einen Hitler-Gruß habe ich nicht erkannt. Ich wollte nur, dass sie dort weggehen, damit es nicht noch hitziger wird. Ich kenne Maik seit vier Monaten, aber da war nie etwas.“

Auf Lübecker-Seite hat man die Szene um den vermeintlichen Hitler-Gruß anders in Erinnerung. „Die Situation war sehr heikel. Wir haben uns die Videoaufnahmen angesehen, und stellten fest, dass der Spieler mit der Nummer 16 tatsächlich die Geste gemacht hat, die in Deutschland verboten ist.“

Werder-Talent Lukowicz selbst wehrt sich energisch gegen die Hitler-Gruß-Vorwürfe: „Ich distanziere mich ganz deutlich von diesem politischen Gedankengut. Ich habe beim Jubeln den Arm gehoben ohne jeden symbolischen Hintergrund.“

Werder-Manager Thomas Eichin bringt die Diskussion um einen vermeintlichen Hitler-Gruß auf die Palme: „Ich bin mega-sauer, mega-angepisst. Wenn es nicht klare Beweise für so etwas gibt, sollte man ganz vorsichtig sein und nicht von eigenen Problemen ablenken. Der Junge ist fertig, hat mit so etwas nichts zu tun. Der weiß überhaupt nicht, was das ist. Kein Schwein interpretiert da einen ,Hitler-Gruß' rein. Lächerlich! Einer mit 19 Jahren einen ,Hitler-Gruß' – das ist doch lächerlich. Ich behalte mir Schritte vor, dann bekommen die gerichtlich einen vor den Koffer. Wir haben alles in die Wege geleitet. Wir werden den Spieler hundertausendprozentig unterstützen.“

Später gab Lübeck dann die Erklärung ab, dass man Lukowicz „zu keinem Zeitpunkt rechtes Gedankengut vorgeworfen“ habe.

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