Löw will Siegermannschaft formen

Bundestrainer Joachim Löw will für 2014 eine Siegermannschaft formen.

Die deutsche Nationalelf kann, was das Fußballjahr 2012 betrifft, auf mehr als nur eine dicke Pleite zurückblicken. Erst das 1:2-EM-Halbfinal-Aus gegen Mario Balotelli und die Italiener und dann die 4:4-Katastrophe nach grandioser Führung gegen Zlatan Ibrahimovic und die Schweden. Aber: 2014 soll in Brasilien alles anders werden! Damit das auch wirklich klappt, will Bundestrainer Joachim Löw bereits in diesem Jahr volle Konzentration auf die Vorbereitung fahren und eine Siegermannschaft formen – Gedanken über seine Zukunft als DFB-Coach stellt er dabei zunächst in den Hintergrund.

Dass es mit der EM im letzten Jahr nicht geklappt hat, begründet Jogi Löw damit, dass die Mannschaft es nicht geschafft habe, ihr Können abzurufen. Als Trainer übernehme er dafür die Verantwortung. "Ich muss meine Methoden hinterfragen", sagte er der Bild-Zeitung. Der oft als kritik-resistent abgestempelte National-Coach zieht ein Resümee und gesteht eigene Fehler ein, sieht aber auch großes Potential in der Nationalelf – gerade was die jungen Spieler betrifft. "Diese junge Mannschaft ist noch nicht am Zenit. Wir werden die Dinge so vorbereiten, dass wir 2014 absolut konkurrenzfähig sind."

 

Konkurrenzfähig nach Brasilien

Volle Konzentration auf Brasilien also – und was danach kommen soll, das bleibt erst einmal ungewiss. Denn direkt nach der WM läuft der Vertrag des Bundestrainers aus. Aber: Joachim Löw will frühestens Ende des Jahres die Vertragsverhandlungen aufnehmen. Vorher sei es wichtiger, sich schnellstmöglich für die WM zu qualifizieren. Sechs Partien stehen der Nationalelf noch bevor, das letzt der zehn Quali-Spiele wird am 15. Oktober in Stockholm ausgetragen. Da könnte es für den derzeit Gruppenersten Deutschland noch zum heißen Show-Down gegen den direkten Verfolger Schwede kommen – im Kampf um den erste Gruppenplatz und das direkte Ticket nach Brasilien. Großes Potential sieht der Bundestrainer sowohl bei den Youngstern wie Götze und Reus, aber auch bei "alten Hasen" wie Özil und Khedira. Aber: „Unsere Fußball-Könner, um die wir beneidet werden, müssen sich noch mehr zu einer Siegermannschaft bei einem Turnier entwickeln“, sagt Löw.