Lisickis Chancen im Finale

Will ihren ersten Grand-Slam-Titel: Das deutsche Tennis-Juwel Sabine Lisicki!

Sabine Lisicki steht im Finale des wichtigsten Tennis-Turniers der Welt: Den Wimbledon Championships! Auf dem heiligen Rasen von Wimbledon trifft sie am Samstag-Nachmittag auf die Französin Marion Bartoli. Auf den Tippzetteln ist Lisicki die klare Favoritin. Doch auch Bartoli hat einen vielleicht entscheidenden Vorteil.

Ganze 14 Jahre ist es her als zuletzt eine Deutsche im Finale von Wimbledon stand. 1999 war es die Tennislegende Steffi Graf, die damals der US-Amerikanerin Lindsay Davenport unterlag. Zuvor hatte sie das prestigeträchtigste Tennisturnier des Jahres jedoch schon sieben Mal gewonnen! Heute Nachmittag will Sabine Lisicki in ihre großen Fußstapfen treten und den ersten Grand-Slam-Titel ihrer Karriere gewinnen. Die 23-Jährige ist hoch motiviert und voller Selbstvertrauen: "Es war bislang eine großartige Reise, aber ich bin noch lange nicht fertig".

 

So stehen ihre Chancen:

Marion Bartoli
Marion Bartoli

Auf den Wettzetteln ist Lisicki die Favoritin im Finale. Auch der bisherige Turnierverlauf spricht für die Deutsche: Auf dem Weg ins Finale bezwang sie die Nummer 1 der Welt, Serena Williams. Im Halbfinale setzte sie sich gegen die Nummer 4 der Welt Agnieszka Radwanska durch. In den Runden zuvor hatte sie mit Francesca Schiavone und Sam Stosur zwei weitere Siegerinen eines Grand-Slam-Turniers ausgeschaltet - stark! Marion Bartoli hatte einen vergleichsweise leichten Weg ins Endspiel: Ihre zwei bestgesetzten Gegnerinnen waren Sloane Stephens und Kirstin Flipkens, die auf den Rängen 17. und 20. der Weltrangliste stehen. Durch die schwächeren Gegnerinnen hat die Französin aber einen Vorteil: Sie stand viel kürzer auf dem Platz als Lisicki (im Halbfinale nicht einmal halb so lang!) und geht damit vermeintlich frischer ins Endspiel! Ein weiterer Pluspunkt für Bartoli ist die Erfahrung: Für die Französin ist es bereits die zehnte Teilnahme in Wimbledon. 2007 spielte die 28-Jährige bereits im Finale des Turniers. Auf der Weltrangliste ist sie als Nummer 15 zudem besser gesetzt als die Deutsche, die auf Rang 23 zu finden ist. Eine spannende Kiste also! Doch Bravo Sport glaubt an Bum Bum Bine und drückt ihr die Daumen - Auf gehts Sabine!