Lionel Messi – Unverwundbar? Darum ist der Star des FC Barcelona so selten verletzt!

Lionel Messi verletzt sich in dieser Situation gegen Benfica Lissabon

Zum neuen Jahr zeigen wir euch die besten Artikel aus dem Jahr 2012 noch ein Mal: Ein Schock ging durch die Fußballwelt, als sich Lionel Messi im Spiel gegen Lissabon am Knie verletzte. Doch kurz danach war klar: Der Megastar des FC Barcelona hat sich keine schlimme Verletzung zugezogen. So wie eigentlich immer. BRAVO SPORT hat bereits 2011 analysiert, warum Messi fast unverwundbar ist. Hier ist die exklusive Geschichte.

Klein und beweglich: ­Eigentlich verwunderlich, dass Messi ­so selten verletzt ist.

Doch der Barça-Star versucht ganz einfach, ­fiesen Angriffen aus dem Weg zu gehen. "Ich mag es nicht, wenn das Spiel ­dauernd unterbrochen wird", ­grinst Messi. Dabei profitiert er voll von seiner ­geringen Körper­größe: Mit 1,69 ­Meter ist er kleiner als fast alle seine ­Gegenspieler – und dadurch nicht nur ­wendiger als sie, sondern auch flinker; er kommt ­deshalb gut um sie herum.

Reaktionsschnell: Messi spielt seit frühester Kindheit Fußball und hat es einfach drauf, ­Attacken zu vermeiden. Er sieht die Gegner früh und weiß genau, wie er ­ihnen ausweichen kann. Wird der ­Argentinier aber von einem ­Angriff überrascht, ­reagiert er wahn­sinnig schnell. Mit seinen kleinen Schritten kann Messi ­blitzartig ­entwischen. Wird er ­dennoch umgesenst, läuft es meist glimpflich ab. Bis auf einen Bruch des linken Fußes im November 2006 war Messi nie schwer verletzt. Sein Jugendcoach bei Barça, Albert Benaiges,­ ­erklärt: "Schon in der ­Jugend lief er anderen davon. Weil er viel gefoult wurde, ­haben wir mit ihm zusätzliches ­Muskeltraining gemacht. ­Die Voraussetzungen waren ausgezeichnet, denn der Argentinier verfügt von Natur aus über eine gute Muskulatur. Deshalb ist bei Messi speziell das Sprunggelenk, das bei Fußballern besonders anfällig ist, durch besonders starke Muskeln geschützt. Messis Robustheit und Geschicklichkeit beim Umgehen von Fouls sind auch ein großes Glück für die Fans. Denn sonst könnten sie einen den meistgetretenen Spieler der Champions League wohl viel ­seltener ­bewundern.

Messis Schutz vor Fouls: PERFEKTE VORAUSSETZUNGEN …

Messi hat mega-muskulöse Beine
Messi hat mega-muskulöse Beine

Tiefer Körperschwerpunkt: Messis Körperschwerpunkt (KSP) liegt nahe am Boden, er hat eine EXTREM ­gute Körperkontrolle, ist kaum aus dem Gleich­gewicht zu bringen. ­Und: Der Argentinier senkt den KSP sogar noch weiter, ­indem er geduckt dribbelt. Dadurch kann er ­seine ­Bewegungen ­optimal steuern.

Mega-MuskulaturSchon als Jugendlicher musste Messi Sonder­schichten schieben, um Größen-Nachteile durch ­Muskelkraft auszu­gleichen. Dabei profitierte er von einer sehr gut ­ausgeprägten Grundmuskulatur.

 

… und gezieltes training

Messi macht spezielles Sprungkraft-Training
Messi macht spezielles Sprungkraft-Training

Super Sprungkraft: Dank intensivem Muskeltraining sind "Leos" Beine seit der Jugend sehr muskulös (siehe oben). Besonders ausgeprägt ist seine sprungkraft. Heißt: Er kann ­grätschende Gegner und heranstürmende Keeper leicht überspringen und dadurch schmerzhaften und ­gefährlichen Zusammenstößen entgehen.

Blitzschnelle Reaktion: Messi erkennt Attacken früh und kann so vielen Fouls entgehen. Außerdem sieht "Leo" blitzschnell Lücken und Stellungsfehler in der gegnerischen ­Abwehr. Er ahnt ­Situationen voraus, ­vermeidet oft ­Zweikämpfe – und damit mögliche Attacken. Im Training arbeitet er zusätzlich daran, seine Wendigkeit zu erhöhen und Bewegungen um Gegner herum zu automatisieren.

Kleine Turbo-Schritte: Der Argentinier macht bei seinen Dribblings viele kleine ­Schritte, ist deshalb extrem wendig. Er kann jederzeit ­ansatzlos die Richtung wechseln. ­Dadurch ist er auch in der Lage, blitzschnell auf die Bewegungen der Gegenspieler zu reagieren und ­ihnen auszuweichen.