Lahm bei Bayern wieder auf rechts

Unter Guardiola wohl wieder auf rechts: Bayern-Kapitän Philipp Lahm.

In den letzten sieben Spielen des FC Bayern bot Coach Pep Guardiola seinen Kapitän Phillip Lahm im defensivern Mittelfeld auf, worauf sogar die Diskussion aufkam, oder Lahm nicht auch unter Jogi Löw in der Nationalmannschaft auf die "sechs" rücken könnte. Doch gegen Irland und Schweden lief Lahm dann wie gewohnt als rechter Verteidiger auf und jetzt will wohl auch Guardiola seinen Kapitän wieder auf seiner Stammposition aufstellen.

"Philipp ist für mich einer der intelligentesten Spieler der Welt und ich bin zu 100 Prozent sicher, er würde nach einer kurzen Eingewöhnung auf jeder Position zu den Besten gehören", sagte Guardiola nun im vereinseigenen "Bayern-Magazin". Unzufriedenheit ist also bei weitem nicht der Grund für Guardiolas tatktische Überlegungen mit seinem Kapitän.

Doch klar ist: Lahm auf die "sechs" zu ziehen war auch eine Notlösung und obwohl es besonders in der CL gegen Manchester City hervorragend klappte, wird Lahm auf die rechte Abwehrseite zurückkehren, wenn die Verletztenliste des FC Bayern endlich wieder kürzer wird. Denn mit den (noch) verletzten Thiago und Javi Martinez hat Pep grundsätzlich zwei überragende Optionen für die zweite Position auf der Doppelsechs neben Bastian Schweinsteiger.

Sobald die etatmäßigen Defensiv-Mittelfeldler wieder auflaufen können, wird Lahm also seine Stammposition auf rechts bespielen, als Backup im defensiven Mittelfeld sieht Guardiola seinen Kapitän aber weiterhin. Mit der Entwicklung seines Teams ist der Spanier bisher mehr als zufrieden: "Ich bin ein bisschen überrascht, wie schnell die Spieler meine Ideen aufgenommen haben", so Guardiola, der neben Lob aber auch eine glasklare Ansage an jeden im Team macht: "Wir werden am Ende der Saison nur dann um Titel kämpfen, wenn jeder Spieler in diesem großartigen Kader meine Entscheidungen annimmt. Ansonsten bekommen wir Probleme."

Und mit "Problemen" meint Pep in erster Linie Probleme, für die Spieler, die seine Entscheidungen nicht akzeptieren oder öffentlich meckern: "Ich bin ein großer Freund meiner Spieler, wenn sie akzeptieren, was ich sage. Wer meine Entscheidungen annimmt, den unterstütze ich. Wer das aber nicht verstehen will, wird oft auf der Tribüne sitzen", so die Ansage des ehemaligen Barca-Coachs.