"Lachen uns über Micky kaputt" Mats Hummels

Mats Hummels blickt gut gelaunt und mit großer Motivation auf die kommende Saison.

Borussia Dortmunds Verteidiger Mats Hummels hat der "FAZ" ein großes Interview gegeben und spricht über die Neuzugänge des BVB und die der Bayern. Außerdem analysiert er die letzte Saison und spricht über sein Verhältnis zum Ex-Klub FCB.

Mats Hummels ist bei Borussia Dortmund zum absoluten Leistungsträger gereift. In den letzten Jahren ist der Verteidiger außerdem zum Führungsspieler des BVB aufgestiegen und ist eines der Gesichter des Erfolgs der vergangenen drei Spielzeiten. In der letzten Saison lief es jedoch in der Bundesliga nach zwei Meistertiteln nicht mehr so rund, wie sich die Dortmunder das vorgestellt haben. In einem großen Interview mit der "FAZ" sagt Hummels dazu: "Wir haben zu viele Tore kassiert." Den Grund dafür sieht er in der mangelden Bereitschaft zur Defensivarbeit in der Liga, die in der Champions League wesentlich besser funktionierte. Auch mit sich selbst war Hummels nicht zufrieden. "Es gab viel zu viele Ausreißer nach unten", sagt der 24-Jährige. Er will nun wieder mehr Sicherheit in sein Spiel bringen und die Patzer reduzieren. Insgesamt freut er sich aber sehr auf die kommenden Saison und hat richtig Bock darauf, dass es wieder losgeht.

Mats Hummels mit Henrikh Mkhitaryan
Mats Hummels mit Henrikh Mkhitaryan

Das liegt unter anderem auch an den Neuzugängen, an denen er jetzt schon große Freude hat. Über Henrik Mkhitaryan sagt Hummels: "Micky hat uns alle sehr überrascht. Sehr, sehr fröhlich und ein wenig extrovertierter als erwartet. Wir lachen uns den ganzen Tag kaputt über ihn." Der Armenier, der ein großes Talent für Fremdsprachen hat, lernt schnell Deutsch. Und damit auch viel Blödsinn wie Lieder oder Sprüche. Im Gegensatz dazu ist "Oba ein ganz ruhiger, zurückhaltender Junge." Pierre-Emerick Aubameyang würde durch seine etwas extravagenten Auftritt und seine Frisur falsch eingeschätzt, sagt Hummels.

Auch zum Top-Einkauf des FC Bayern, dem Spanier Thiago Alcántara äußert sich das BVB-Ass. Allerdings betrachtet er das – wenn auch interessiert – doch eher nüchtern: "Sie hatten vorher schon neun herausragende Mittelfeldspieler, jetzt haben sie halt zehn." Überhaupt spricht er eher neutral über seinen Ex-Klub, bei dem er von 6 bis 19 gespielt hat. Durch den Wechsel zu Dortmund und die aufgekommene Rivalität ist sein Verhältnis zu den Bayern stark abgekühlt. "Ich finde das sogar ein bisschen schade", sagt Hummels. "Dass diese emotionale Bindung sich dann so löst, ist auch ein bisschen traurig. Weil auch das ein großer Teil meines Lebens war."