Klopp und Kahn giften sich an

Schon nach dem Abpfiff sichtlich genervt: Jürgen Klopp

Was war denn da los gestern? Fast mit Ankündigung kam es bei der Champions League-Übertragung des ZDF zu einem kleinen Streit zwischen BVB-Coach Jürgen Klopp und Ex-Bayern-Torwart Oli Kahn. Vorausgegangen war dem Ganzen: Kahn hatte Klopp nach dessen Angriff auf Bayern-Sportdirektor Matthias Sammer "Neid und Frust" vorgeworfen. Klopps Aussage sei "respektlos und unverschämt". Gestern begegneten sich beide nach dem Champions League-Spiel des BVB im TV-Studio.

Als Lewandowskis Handspiel zur Diskussion stand, gerieten Klopp und Kahn das erste Mal aneinander. Kahn war anfangs der Meinung, die gelbe Karte hätte man geben können. Klopp hielt natürlich dagegen. Schlimmer machte es noch Oliver Welke, der Kahn und Klopp auf ihren öffentlichen Streit ansprach: "Jetzt, wo ihr euch eh schon so schön warmgemacht habt, muss ich zum Schluss natürlich fragen: Wie ist das aktuelle Binnenverhältnis zwischen den beiden Herren, nachdem Oliver Kahn Ihre Kritik an Matthias Sammer in seiner Kolumne als "respektlos" bezeichnet hat?" Klopp daraufhin: "Wir hatten noch nie ein Verhältnis, außer dass wir uns hier im Studio mal ab und zu getroffen haben. Oliver Kahn hat immer in Ligen gespielt, mit denn ich nichts zu tun hatte. Dementsprechend kann er sagen, was er will, und ich glücklicherweise auch. Deswegen gibt es nicht mehr dazu zu sagen."

 

"Geht darum, dass der ein oder andere einstecken können muss, wenn man austeilt"

Oliver Welke wollte die Sendung daraufhin zu einem Ende bringen, als Kahn noch einmal eingriff: "Ich möchte schon sagen, es geht schon darum, dass der ein oder andere einstecken können muss, wenn man austeilt. Da muss man ja nicht auf alles so sensibel reagieren." Klopp wiederum: "Ich bin überhaupt nicht sensibel, aber er hat mich ja nach unserem Verhältnis gefragt. Hatten wir jemals ein Verhältnis? Du hast gesagt, es sei respektlos und unverschämt, was ich gesagt habe. Das war Sammers Kritik, zu der ich mich geäußert habe, übrigens auch. Wie soll man darauf reagieren?"

Kahn: "Ich finde es schon wichtig, dass man sich im Fußball auseinandersetzen kann, habe ich überhaupt kein Problem mit auf einer sachlichen Ebene, inhaltlichen Ebene. Ich finde es nur immer problematisch, wenn es auf die persönliche Ebene geht." Klopp daraufhin: "Das war überhaupt nicht persönlich." Kahn, der das letzte Wort hatte: "Aber wie gesagt, ich verstehe es auch, wenn man als Trainer in so einer Situation ist, wie sie sich bei Borussia Dortmund stellt, wo man mit vielen Widrigkeiten einfach auch umgehen muss, das zehrt, das zehrt auch ein bisschen an den Nerven…"

Unten könnt ihr die Diskussion der beiden noch einmal im Video sehen!