Kein Tiki-Taka, aber 3:1-Erfolg Bayern gegen Gladbach

Franck Ribery und Arjen Robben feiern. Die Flügelzange der Bayern sorgte wie gewohnt für höchste Gefahr.

Die 51. Saison der Fußball-Bundesliga ist eröffnet. Im Auftaktduell spielten die Bayern gegen Gladbach und es gab den erwarteten Sieger. Pep Guardiola feierte bei seinem Liga-Debüt einen 3:1-Erfolg. Der FC Bayern bleibt also der alte, und das zunächst auch in der Spielanlage...

Nach den ersten 90 Minuten der neuen Saison lässt sich festhalten, dass der FC Bayern immer noch der alte ist. Zwar hatte Pep Guardiola erwartungsgemäß vom 4:2:3:1 auf 4:1:4:1 umgestellt, das Personal blieb aber das gleiche. Der Neu-Trainer verzichtete auf seine angeschlagenen Landsmänner Thiago Alcantara (Fieber) und Javi Martinez (Trainingsrückstand) und bot die gewohnten Gesichter auf. Auch Mario Mandzukic, dem als echter 9er keine guten Chancen im Guardiola-System eingeräumt werden, stand von Beginn an auf dem Platz. Und dann spielten die Bayern wie auch in der vergangenen Saison. Die meiste Gefahr ging von den gefährlichen Außen aus, von Tiki-Taka noch keine Spur.

Nach der schönen Eröffnungszeremonie pfiff der Schiedsrichter das Auftaktspiel an. Die Bayern erwischten einen tollen Start. Der bärenstarke Franck Ribery bereitete sowohl das erste Tor durch Arjen Robben (12.) als auch das zweite durch Mandzukic (16.) vor. Nach einer Viertelstunde roch es nach einer Klatsche für Gladbach und die Erinnerung an die Bayern-Dominanz der letzten Saison war allgegenwärtig.

Doch Gladbach hielt dagegen. Das Favre-Team spielte fortan munter mit und kam durch ein Eigentor des Ex-Borussen Dante (41.) wieder ran. Nach dem Seitenwechsel kam es dann zum offenen Schlagabtausch, ohne das sich der Spielstand jedoch veränderte. Nach etwa einer Stunde nahmen die Bayern die Partie dann fest in den Griff. Nach Handspiel von Alvaro Dominguez scheiterte Thomas Müller per Strafstoß an Marc-André ter Stegen. Doch der ungeschickte Dominguez nutzte beim Klärungsversuch erneut die Hand! David Alaba ließ sich die Chance vom Punkt nicht entgehen (69.). Damit war die Partie entschieden, Gladbach hatte keine Kraft mehr, um zurückzukommen.

Pep Guardiola, der nicht immer zufrieden wirkte und an der Linie wie wild herumfuchtelte, bot dann doch noch zwei kleine Überraschungen. Er brachte Jan Kirchhoff, dem Experten so gut wie gar keine Spielzeit zutrauten, für Bastian Schweinsteiger. Und Rafinha für Müller, der Philipp Lahms Position einnahm, so dass der Kapitän ins Mittelfeld vorrückte.

Noch gab es also kein Tiki-Taka zu sehen, aber wir sind gespannt, was Guardiolas Ideen für Überraschungen bereithalten. Zwei Sachen dürften aber klar sein. Erstens, der Trainer braucht für die Umsetzung seiner Spielphilosophie Zeit und zweitens, auch während dieser Umstellung sind die Bayern kaum zu schlagen.