Junior Fernandes

Das Bayer-Trikot passt! Beim offiziellen Team-Shooting macht Junior Fernandes schon mal eine gute Figur.

Als die Bayer-Bosse im Sommer stolz ihren 3,5 Mio. Euro teuren Neuzugang präsentierten, war der Name nur den absoluten Fußballexperten bekannt. Dabei ist Junior Fernandes ist in seiner chilenischen Heimat bereits ein Star. Auch in der Bundesliga will sich der Nationalstürmer schnell einen Namen machen. Wir stellen den Torjäger vor.

Junior wer? Bei der Vorstellung von Leverkusens Neuzugang Junior Fernandes (23) blickten sich selbst die meisten Experten fragend an. Denn der Stürmer-Youngster aus Chile ist in Europa weitgehend unbekannt. Das soll sich in dieser Saison ändern. "Ich bin nach Leverkusen gekommen, um Tore zu schießen", sagt Fernandes trocken. Selbstbewusst ist der Junge also schon mal!

Bei Club Universidad de Chile ballerte sich Fernandes in die Notizblöcke der Scouts.
Bei Club Universidad de Chile ballerte sich Fernandes in die Notizblöcke der Scouts.

Der beidfüßig-starke Stürmer lernte bei CD Cobreloa das Fußballspielen. Bei Chiles Traditionsklub Universidad de Chile schaffte Fernandes 2011/12 schließlich den Sprung in die erste Liga. Gleich in seiner Debüt-Saison überzeugte der quirlige Angreifer mit dem satten Rechtsschuss und brachte es so auf bemerkenswerte 27 Liga-Einsätze (3 Tore). Bei der Copa Libertadores – der südamerikanischen Champions League – sollte dann die große Stunde des Youngsters schlagen: Mit sechs Toren in 11 Partien war Fernandes mit Abstand bester Schütze seines Teams. Durch die starken Auftritte machte er auch in Europa auf sich aufmerksam. Und so schlug Bayer Leverkusen schließlich in der Sommerpause zu. Für eine Ablösesumme von 3,5 Millionen Euro unterschrieb der Chile-Star bei der "Werkself" einen Vertrag bis 2017.

In den Vorbereitungsspielen zur neuen Saison konnte der neue Bayer-Knipser seine Torgefahr bereits andeuten.
In den Vorbereitungsspielen zur neuen Saison konnte der neue Bayer-Knipser seine Torgefahr bereits andeuten.

Im 4-2-3-1-System mit nur einem zentralen Angreifer setzt das Trainerteam Hyypiä/Lewandowski zunächst auf Routinier Stefan Kießling. Aber Junior Fernandes soll dem Etablierten richtig Druck machen. "Er ist eine Investition in die Zukunft", ist sich Sportdirektor Rudi Völler (52) sicher. Durch den Abgang von Eren Derdiyok (TSG 1899 Hoffenheim) musste Bayer im Angriff reagieren. Und die Verantwortlichen glauben an ihren neuen Ballermann. "Junior bringt alles mit, was ein guter Stürmer braucht. Er ist schnell, beidfüßig und torgefährlich", schwärmt Völler. Aber er weiß auch, dass sich der Südamerikaner erst an Trainingsbelastung und an Tempo in der Bundesliga gewöhnen muss. Völler: "Er bekommt bei uns die Zeit, die er braucht." Und so ist Leverkusens neue Nummer 7 zunächst wohl eher ein "Joker-Kandidat" von der Bank. Spätestens zur Rückrunde will Junior Fernandes dann aber angreifen. Denn er hat mit Bayer Leverkusen Großes vor: "Ich will alle hier von meinen Fähigkeiten überzeugen – und Titel holen!" Das klingt doch schon mal sehr vielversprechend!