Jeder will ins Lotus-Cockpit Räikkönen-Nachfolger

Nachfolge ungeklärt: Kimi Räikkönen (l.) verlässt Lotus und wird Teamkollege von Ferrari-Pilot Fernando Alonso (r.).

Mit dem Wechsel von Kimi Räikkönen zu Ferrari wird bei seinem derzeitigen Rennstall Lotus ein Cockpit frei. Jetzt beginnt der Kampf, um den Nachfolger des Iceman.

In der Formel 1 gibt es einen Platz, der momentan ganz besonders heiß begehrt ist. Und das ist der Fahrersitz im ersten Lotus-Cockpit vor dem Schweizer Romain Grosjean. Auf diesem Platz sitz derzeit noch der Iceman Kimi Räikkönen. Doch eine steht fest: Der coole Finne sitzt dort nicht mehr lange – maximal noch sieben Rennwochenenden. Denn wenn das letzte Rennen der laufenden Saison in Sao Paulo entschieden ist, verlässt der 33-Jährige den englischen Rennstall und wechselt zur Konkurrenz von Ferrari, um neuer Team-Kollege von Fernando Alonso zu werden.

Einem schmeckt das natürlich gar nicht – und das ist Felipe Massa, der vom Iceman quasi aus seinem Ferrari-Cockpit gedränt wurde. Der brasilianische F1-Pilot braucht also schleunigst einen neuen Rennstall, wenn er in der kommenden Saison nicht arbeitslos werden will. Klar, dass sich der Brasilianer erst einmal bei Lotus vorstellte. "Unser Ziel ist, dort einen Vertrag zu unterschreiben, denn es ist momentan die interessanteste Option für uns", kommentierte Massas Manager Nicolas Todt.

Ein andere heißer Kandidat wäre Nico Hülkenberg. Der deutsche F1-Pilot, der seinen Vertrag bei Sauber während der laufenden Saison kündigte, dürfte sich derzeit auch ganz genau auf dem Arbeitsmarkt umsehen. Und: Hülkenbergs Manager soll sich bereits in Gesprächen mit Lotus-Chef Eric Boullier befinden.

Wer nächste Saison also tatsächlich als neuer Lotus-Teamfahrer in die Formel 1 startet, ist alles andere als gesichert, denn: Ob es für den Formel-1-Veteranen Felipe Massa tatsächlich eine ernsthafte Option ist, zu einem derart kleinen Rennstall wie Lotus zu wechseln bleibt fraglich. Als relativ sicher darf bis jetzt nur gelten, dass Kimis jetziger Kollege Romain Grosjean recht gute Karten hat, sein Cockpit zu behalten.