Hier wird’s gefährlich

Immer wieder muss die Polizei rivalisierende Fanlager trennen.

Das sind die gefährlichsten Fußball-Städte Deutschlands.

Bald beginnt die neue Bundesliga-Saison, aber nicht nur das Sportliche sorgt für Schlagzeilen. Auch die Sicherheit wird immer wieder öffentlich diskutiert. Die Polizisten haben alle Hände voll zu tun, rivalisierende Fanlager voneinander zu trennen. Immer gelingt das nicht. In einigen Städten sind die Ordnungshüter besonders gefordert! Etwas überraschend: Zu den gefährlichsten Fußball-Städten Deutschlands zählt nicht eine Stadt aus den Profiligen.

 

Knotenpunkte sind gefährlich

Besonders gefährlich ist es in Hamm, Kassel, Magdeburg, Mannheim, Minden und Würzburg! Es sind sechs von zehn Knotenpunkten der Deutschen Bahn, wo Bahnreisende umsteigen. „Fan-Gewalt verlagert sich zunehmend von Stadien auf An- und Abreisewege“, sagt eine Bahn-Sprecherin zur „Bild“. In der Vergangenheit gab es vor allen in diesen Städten große Polizei-Einsätze, es kam regelmäßig zu Auseinandersetzungen. „Wir wollen verhindern, dass sich verfeindete Fan-Gruppen überhaupt erst begegnen“, sagt die Sprecherin zur „Bild“.

 

Wird die Gefahr so eingedämmt?

Doch das ist gar nicht so leicht! Denn die „Problem-Fans“ reisen häufig so günstig es geht, nehmen häufige Umstiege in Kauf und selbst eine lange Reisedauer schreckt sie nicht ab. Jörg Radek von der Bundespolizei schlägt daher in der „Bild“ vor: „Mehr Züge einsetzen, am besten Sonderzüge ohne Halt.“ Doch damit nicht genug: „Beförderungs-Verbote und Melde-Auflagen für Wiederholungstäter. Wir wollen keine Gewalttäter eskortieren. Es ist schwer genug für einen Polizisten mit 18 Kilo Ausrüstung, grölende und oft auch alkoholisierte Fans im engen Zug stehend zu begleiten.“