Heung-Min Son: vom Loser zum Star

Entspannter Youngster: Auch in schwierigen Zeiten blieb Heung-Min Son immer gelassen und zuversichtlich.

Für zehn Millionen Euro wechselte Heung-Min Son von Hamburg nach ­Leverkusen – und ist damit der teuerste Südkoreaner der BL-Geschichte. ­Dabei stand seine Karriere in Deutschland schon kurz vor dem Aus …

Eines fällt jedem auf, der Heung-Min Son (21) beob­achtet: „Alle fragen mich, warum ich immer so lache“, ­erzählt der Youngster. Und, warum? „Ich weiß es auch nicht“, gibt der Sonnyboy zu – und, ­na klar, lacht dabei. Fest steht: ­Seine ­positive Lebenseinstellung hat ihm sehr geholfen, sich in Deutschland durchzusetzen.

 

Mit 16 nach Deutschland

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Im Alter von nur 16 Jahren kommt Son (Bild links, l.) im Rahmen einer Kooperation des Hamburger SV mit dem süd­koreanischen Fußballverband zum Nord-Klub – über 8.000 Kilometer von zu Hause entfernt. Zusammen mit zwei gleichaltrigen Jungs (Bild links) aus der Heimat lebt er im Fußballinternat für 14- bis 18-Jährige des Traditionsvereins – in einem 15 Quadratmeter großen Zimmer (Bild rechts). In einer für ihn völlig ­fremden Welt. Er kann weder Deutsch noch Englisch, muss sich mit den Buchstaben ­unseres Alphabets erst vertraut machen. „Es war eine schwere Zeit“, erinnert sich Son. Er ­trainiert hart, geht zur Schule, lernt Deutsch. Dennoch scheint nach einem Jahr alles vorbei. Er und seine beiden Kumpels ­werden aussortiert, müssen ­wieder nach Südkorea. Aber: Heung-Min Son kehrt zurück.

 

Vater kämpft für ihn

Eltern und ­Geschwister besuchen Heung-Min oft in Deutschland.
Eltern und ­Geschwister besuchen Heung-Min oft in Deutschland.

Son im Leverkusen-Trikot.
Son im Leverkusen-Trikot.

Eine große Rolle spielt dabei sein ­Vater Jung-Won (42, Bild links, r.), selbst früher Nationalspieler. Der brachte seinen Sohn als Kind zum Fußball, ist bis heute sein Berater. Er setzt sich für Heung-Min ein. Ein Glück! Denn bald startet der Youngster voll durch, wird zu Hamburgs ­Top-Torjäger und dank seiner ­erfrischenden Art zum Publikumsliebling. Mit einer Super-Saison 2012/13 (12 Tore) bringt sich der Südkoreaner bei vielen anderen Klubs im In- und Ausland ins Gespräch. Bayer Leverkusen macht schließlich das Rennen, legt zehn Millionen Euro für Son auf den Tisch. Bei Bayer freuen sie sich jetzt auf seine „Buden“. Und auf sein Lachen.