Hajnal spielt nur noch auswärts

Tamas Hajnal ist seit Wochen der Buhmann bei den VfB-Fans.

Der Stuttgarter Tamas Hajnal wird von Trainer Bruno Labbadia nach den heftigen Pfiffen gegen ihn im Euro-League-Spiel gegen Lazio Rom nur noch bei Auswärtsspielen eingesetzt. Der Trainer will den Spielmacher dadurch vor den eigenen Fans schützen.

Tamas Hajnal ist beim krisengeschüttelten VfB Stuttgart der Buhmann für die Anhänger. Nach seiner Einwechslung bei der 0:2-Niederlage gegen Lazio Rom in der Euro League in der 41. Minute, sah sich der Ungar einem gellenden Pfeifkonzert des VfB-Anhangs ausgesetzt – die Fans pfiffen bei jedem Ballkontakt des Mittelfedmanns. "So schlimm habe ich das noch nie erlebt", sagte ein sichtlich mitgenommener VfB-Manager Fredi Bobic nach den Pfiffen gegen Hajnal.

VfB-Trainer Bruno Labbadia zog aus den Pfiffen bereits Konsequenzen: Der Coach wird Hajnal ab sofort nur noch auswärts aufstellen: "Ich kann ihn nicht bringen, wenn er ab dem ersten Ballkontakt ausgepfiffen wird", so Labbadia. Der Druck durch die Fans ist scheinbar so groß, dass sie indirekt Einfluss auf Trainer und Mannschaft nehmen. Hajnal, der erst zu Jahresbeginn seinen Vertrag beim schwäbischen Bundesligisten verlängert hatte, wurde bereits bei der Heimpleite gegen den HSV am vergangenen Wochenende nicht von Labbadia berücksichtigt – der Trainer will seinen Spieler schützen.

Hajnal wird in Stuttgart von den Fans gemobbt – Labbadia bringt ihn nur noch auswärts. Was sagt ihr? Die richtige Maßnahme, um Hajnal vor Pfiffen zu schützen oder muss der Verein entschiedener an die Fans appellieren?