Green-Blog: "Wieder voll im Bundesligarhytmus"

Julian Green war bei der amerikanischen Nationalmannschaft und will jetzt wieder beim HSV durchstarten!
Julian Green war bei der amerikanischen Nationalmannschaft und will jetzt wieder beim HSV durchstarten!

Hallo und Moin aus Hamburg,

ja, ich weiß, dass es jetzt beinahe drei Wochen geworden sind. Aber durch die Länderspielreise, hab ich nicht früher Zeit gefunden, alles aufzuschreiben, was so los war.

Seit Mittwochnachmittag bin ich zurück von der Nationalmannschaft und wieder im Lande. Das Training mit meinen amerikanischen Teamkollegen hat viel Spaß gemacht. Leider haben wir trotz der guten Vorbereitung beide Spiele verloren. Gegen Kolumbien war das sehr ärgerlich und etwas unglücklich - da wäre mehr drin gewesen. Mit dem Spiel gegen Irland können wir nicht zufrieden sein. Auch wenn wir uns einen besseren Abschluss des WM-Jahres auf dem Platz gewünscht hätten, war die die Zeit mit der Mannschaft noch einmal sehr schön.

Ich war zum ersten Mal in Dublin und es war auch mein erster Besuch in London. Besonders London war sehr beeindruckend, bis jetzt eine der schönsten Städte, in denen ich war. Unter anderem waren wir auf dem London Eye, von wo man einen super Blick über die ganze Stadt hat. Und auch die Innenstadt mit all ihren Läden und Restaurants hat mir sehr gefallen.

Seit vergangenen Donnerstag gilt wieder der Bundesligarhythmus: Training unter der Woche, Spiel am Wochenende. In den täglichen Einheiten stehen dabei momentan vor allem taktische Übungen auf dem Programm. Aber auch Torschüsse, was mir als Stürmer natürlich am meisten Spaß macht – den Ball aus allen möglichen und noch besser unmöglichen Positionen im Tor versenken. Selbst im Training ist das jedes Mal ein sehr gutes Gefühl!

Natürlich habe ich auch das Champions-League-Spiel des FC Bayern nicht verpasst. Denn es heißt ja immer, dass man von den Besten lernen soll. Die Partie gegen den AS Rom war also sozusagen eine Theorieeinheit. Das Spiel war super, und hat wieder einmal gezeigt, wie schwer es auch für starke Mannschaften ist den Bayern etwas entgegenzusetzen, wenn sie mal ins Rollen gekommen sind. Ich bin nach guten Spielen im Fernsehen immer extrem motiviert und würde am liebsten direkt auf den Platz und selber spielen, wozu ich gegen Wolfsburg in den Schlussminuten die Gelegenheit bekommen habe.

Mit meiner persönlichen Leistung nach der Einwechslung war ich ganz zufrieden, auch wenn ich in den zehn Minuten keine großen Aktionen hatte und in der kurzen Zeit nicht mehr viel ausrichten konnte. Wolfsburg hat eine enorme Qualität und das Spiel verdient gewonnen. Wir haben die Niederlage deshalb schnell abgehakt. Im Nordderby gegen Werder Bremen, haben wir gestern mit viel Willen und etwas Glück am Ende drei sehr wichtige Punkte geholt. Jetzt heißt es dran bleiben, nächste Woche in Augsburg von Beginn an dagegenhalten und den Abstand zu den Abstiegsplätzen ausbauen. Ich glaube an unsere Mannschaft und gebe jeden Tag im Training mein Bestes, um das Team zu unterstützen. Wenn der nächste Einsatz kommt, bin ich bereit!

Also Daumen drücken und bis in zwei Wochen!

Euer Julian