Green Blog: "Versetzung konnte ich nicht nachvollziehen!"

Es waren keine leichten Wochen für Julian Green. Seine Freundin hat ihm in dieser Zeit Halt gegeben.
Es waren keine leichten Wochen für Julian Green. Seine Freundin hat ihm in dieser Zeit Halt gegeben.

Moin, moin aus Hamburg,

ich hoffe, alle Faschings-Fans haben die närrische Zeit heil überstanden und keiner hat den Senf-Krapfen erwischt ;-) Hier in Hamburg hat sich das bunte Treiben in Grenzen gehalten, ereignisreich waren meine letzten zwei Wochen trotzdem.

Wie ihr wisst, bin ich ein absoluter Familien-Mensch, deshalb habe ich mich über den Besuch meiner Mum letzte Woche sehr gefreut. Für spontane Treffen ist die Distanz München – Hamburg dann doch sehr weit, sodass wir uns nur selten sehen und ich nur selten in den Genuss ihrer Kochkunst komme ;-) Dafür weiß ich es bei den wenigen Gelegenheiten jetzt umso mehr zu schätzen. Es gab extra für mich Fenchelauflauf –klingt vielleicht komisch, aber den liebe ich!

Ansonsten haben wir in der trainingsfreien Zeit viel gequatscht und waren an einem Nachmittag zusammen mit meiner Freundin beim Schlittschuhlaufen. Keine Angst, wir haben es ruhig angehen lassen, alle Knochen sind heil geblieben!

Wie ihr wahrscheinlich aus der Zeitung erfahren habt, gab es einige Verwirrungen um meine Zugehörigkeit zum Profi-Kader und mögliche Spieleinsätze für die U23.  Deshalb hier nochmal alles im Zusammenhang: In der Hinrunde zog ich mir ja beim Spiel gegen den FC Bayern eine sehr schmerzhaft Rippenprellung zu, die mich beim Training ziemlich lange beeinträchtigt hat. Leider fiel in diese Zeit der Trainerwechsel und so konnte ich Joe Zinnbauer mein volles Potenzial zunächst nicht präsentieren. Der Start unserer Zusammenarbeit war etwas unglücklich.

Eine Versetzung in die U23 konnte ich trotzdem nicht nachvollziehen, weil ich seit ich wieder fit bin, sehr gut trainiert habe. Letzte Woche hatte ich dann ein klärendes Gespräch mit meinem Coach und dem Sportdirektor, in dem ich meine Leistungsbereitschaft und Überzeugung, dass ich der Mannschaft beim Klassenerhalt weiterhelfen kann, nochmal betont habe. Das heißt, ich werde auch weiterhin im Training mein Bestes geben, um das Vertrauen des Trainers zu gewinnen. Ich will zurück in den Kader und Bundesliga spielen.

Meine Qualität als Torjäger konnte ich letzten Mittwoch beim Testspiel gegen Halstenbek-Rellingen einmal mehr zeigen, bei dem ich in der ersten Halbzeit zusammen mit anderen Profis vom HSV auf dem Platz stand.

Am Wochenende ging es daheim gegen Borussia Mönchengladbach und wir haben sehr unglücklich in der 92. Minute den Ausgleichstreffer kassiert. So etwas ist immer ärgerlich, aber man muss das Positive aus dem Spiel mitnehmen. Die Mannschaft hat gegen einen starken Gegner eine gute Leistung gezeigt und ich bin mir sicher, dass wir einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht haben.

Bis in zwei Wochen,

euer Julian