Green Blog: "Mir wurde neue Perspektive aufgezeigt"

Julian Green genießt das schöne Wetter im Hafen von Hamburg.
Julian Green genießt das schöne Wetter im Hafen von Hamburg.

Hallo zusammen,

endlich ist Frühling in Hamburg. Ich hoffe, ihr konntet das schöne Wetter und vielleicht auch schon das erstes Eis des Jahres genießen! Ich war gestern zum Sonnenuntergang im Hafen – und muss sagen, das hat im Vergleich zur Bergkulisse zu Hause durchaus auch etwas.

Vielleicht hat aber auch die Tatsache, dass ich am Wochenende mal wieder für 90 Minuten auf dem Platz gestanden bin, zu meiner guten Laune beigetragen.

Ich bin in der U23 gegen St. Pauli II zum Einsatz gekommen. Es hat Spaß gemacht, mal wieder über zwei Halbzeiten und um Punkte zu spielen, auch wenn wir 1:3 verloren haben. Sportdirektor Peter Knäbel und der Trainer haben mir in unserem Gespräch vermittelt, dass dieser Einsatz meine Chancen erhöhen, auch bald wieder in der 1. Bundesliga aufzulaufen. Ich liebe das Fußballspielen, deshalb bin ich sehr froh, dass mir damit eine neue Perspektive aufgezeigt wurde. Seit der Aussprache mit meinem Coach habe ich durchgehend mit den Profis trainiert. Ich habe alles gegeben und ich bin zuversichtlich, auch bald wieder im Profi-Kader zu sein. Ich möchte meinen Beitrag im Abstiegskampf leisten und Tore schießen.

Das Spiel zu Hause gegen Borussia Dortmund konnte ich nicht live verfolgen, da ich ja selber im Einsatz war. Gegen den Champions-League Achtelfinalisten hat die Mannschaft aber eine kämpferisch starke Leistung gezeigt und mit dem Unentschieden (0:0) einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf gesammelt. Wir sind ein gutes Team und ich bin zuversichtlich, dass wir uns in der 1. Bundesliga halten werden.

Die Debatte um Rafael van der Vaart und seine Einsatzzeit habe ich über die Presse mitbekommen. Er ist ein super Fußballer mit viel Erfahrung. Beim HSV gibt es einige etablierte Spieler, die schon lange beim Verein sind. Es steht mir nicht zu, die Entscheidung des Trainers zu kommentieren. Ich verstehe mich mit allen Jungs aus meiner Mannschaft gut. Aber so wie es in anderen Jobs mit den Arbeitskollegen ist, gehen auch wir nach dem Training oder dem Spiel dann meist getrennte Wege. Jeder möchte die freie Zeit mit der Familie oder so wie ich mit meiner Freundin verbringen. Das gibt mir Kraft, um mich wieder voll auf die Aufgaben auf dem Platz zu konzentrieren.

Bis in 14 Tagen,

euer Julian