FFP: Strafen für City und Paris Financial Fairplay

Ein als Scheich verkleideter Fan von Paris St. Germain feiert die französische Meisterschaft.

Manchester City und Paris St. Germain müssen offenbar mit harten Strafen von der UEFA wegen Verstößen gegen das Financial Fairplay rechnen. Neben einer Geldstrafe in Höhe von rund 60 Mio Euro drohen den Klubs weitere weitreichende Sanktionen. BRAVO Sport erklärt euch das Financial Fairplay.

Bei Verstößen gegen das FFP greift die Kommission zur Kontrolle der Klub-Finanzen (KKKF) der Europäischen Fußball-Union (UEFA) durch. Laut übereinstimmenden Medienberichten sollen Paris St. Germain und Manchester City hart bestraft werden. Beide Klubs müssen demnach mit einer Strafe von rund 60 Mio Euro (auf drei Jahre verteilt) rechnen.

Darüber hinaus sind personelle Einschränkungen angedacht. In der CL dürfen die Klubs demnach nur 21 statt 25 Spieler im Kader haben. Eine französische Zeitung berichtet darüber hinaus, dass Paris "nur" 60 Mio Euro für neue Spieler (nicht für einen einzigen) ausgeben darf. Außerdem müssen die Spielergehälter von rund 240 Mio Euro im Jahr gesenkt werden. Einen Ausschluss von der Champions League müssen City und PSG aber nicht befürchten. Noch hat die Kommission die Strafen nicht bestätigt, die Klubs seien aber informiert.

Schon länger stehen die beiden Scheich-Klubs wegen der enormen finanziellen Zuwendungen ihrer Eigentümer und Geldgeber aus dem arabischen Raum in der Kritik. Insgesamt hat die UEFA 20 europäische Klubs ins Visier genommen. Deutsche Vereine sind nicht darunter.

 

Was ist das Financial Fairplay?

Das Financial Fairplay (FFP) ist ein Reglement der UEFA für die Lizenzierung zur Teilnahme an den europäischen Klubwettbewerben. Hierin sind unter anderem sportliche, infrastrukturelle, rechtliche und finanzielle Kriterien geregelt, die die Klubs erfüllen müssen, um an der Champions League und an der Euro League teilzunehmen.

Im Vergleich zu den Vorgänger-Lizensierungsverfahren gibt es vor allem verschärfte finanzielle Kriterien mit dem Ziel, die fortschreitende Verschuldung der Fußballklubs in Europa zu stoppen. Die steigenden Ablösesummen und Spielergehälter sind für viele Vereine nicht mehr mit den Einnahmen zu decken. Deshalb greifen Klubs oftmals auf Kredite oder den Einsatz von privatem Vermögen zurück. Um diese Entwicklungen aufzuhalten, wurde das Financial Fairplay von der UEFA auf den Weg gebracht.

Regeln

Die Einnahmen müssen die Ausgaben im Verlauf der letzten drei Jahre ausgleichen. Sollte dies nicht der Fall sein, werden auch die Zahlen aus dem davor liegenden Jahr geprüft. So soll beurteilt werden, ob eine Entwicklung in die richtige Richtung gemacht wurde.

Sollten die Ausgaben höher als die Einnahmen sein, so kann die Differenz – nicht mehr als 45 Mio Euro – durch private Investoren oder Geldgeber ausgeglichen werden. 2018 wird dieser Bertrag nach unten korrigiert, um mit fortlaufender Zeit das Ziel zu erreichen, diesen auf Null zu setzen.

Wenn ein Verein diese Regeln nicht einhält, kann die UEFA den Klub bestrafen.